Was man über den Alfa Romeo 155 wissen muss
- Der 155 löste 1992 den 75 ab und war der erste Alfa der Mittelklasse mit Frontantrieb: gebaut auf der Tipo-Tre-Plattform des Fiat-Konzerns, gezeichnet vom I.DE.A Institute.
- Die Motoren reichten vom Twin Spark mit 1,6 bis 2,0 Litern über den V6 mit 2,5 Litern bis zum Turbodiesel; 195.526 Stück liefen bis 1997 vom Band.
- Der 155 Q4 von 1992 trug Allrad und den 2,0-Liter-Turbo mit 190 PS aus dem Lancia Delta Integrale.
- 1993 gewann Alfa mit dem 155 V6 TI die DTM im ersten Anlauf. Das ist der Grund, warum die Baureihe heute wieder gesucht wird.
Der 155 hatte es schwer: Er kam nach dem 75, dem letzten Alfa mit Heckantrieb und Transaxle, und er kam mit einer Karosserie, die kantig war, wo Alfa rund sein sollte. 30 Jahre später sieht man ihn anders. Die Kanten sind Geschichte geworden, die Technik ist haltbarer als ihr Ruf, und ein Wagen mit demselben Namen hat 1993 die DTM gewonnen.
Was Alfa Romeo 1992 mit dem 155 vorhatte
Im Januar 1992 stellte Alfa Romeo den Nachfolger des 75 vor. Er stand auf der Tipo-Tre-Plattform, die Fiat, Lancia und Alfa gemeinsam nutzten, und damit zum ersten Mal in dieser Klasse auf Frontantrieb. Gezeichnet hat ihn das I.DE.A Institute in Turin: eine Stufenheck-Limousine mit hoher Gürtellinie, kurzem Heck und einem Kühlergrill, der das Scudetto in eine gerade Front einpasst.
Welche Motoren im Alfa 155 arbeiteten
Zum Start standen zwei Twin Spark mit 1,8 und 2,0 Litern bereit, dazu der 2,5-Liter-V6 mit 165 PS. Ab 1993 kam ein 1,7-Liter-Twin-Spark dazu, ebenso zwei Turbodiesel mit 90 und 125 PS. 1996 ersetzten Vierventiler mit 1,6 und 1,8 Litern die frühen Maschinen. Das Twin-Spark-Prinzip mit 2 Zündkerzen je Zylinder stammt aus dem Motorsport und gibt dem Vierzylinder seinen Klang.
Der 155 Q4 und sein geliehener Antrieb
Im Herbst 1992 kam der Q4: Allradantrieb und der 2,0-Liter-Turbo mit 190 PS aus dem Lancia Delta Integrale, dazu ein Fahrwerk, das mehr konnte als die Straße vor einem Hotel. Er ist der seltenste 155 auf dem Markt und der teuerste.
Warum der 155 die DTM 1993 gewann
Alfa Corse baute für die neue Klasse 1 einen 155 V6 TI: Allrad, 2,5-Liter-V6, über 400 PS, dazu Aerodynamik, die die Konkurrenz im ersten Jahr überraschte. Nicola Larini gewann den Titel, Alfa gewann die Marke. Der Straßenwagen bekam davon wenig ab, die Aufmerksamkeit aber schon, und genau daran erinnert sich der Markt heute.
Daran erkennt man heute einen guten 155
Auf die Zündspulen und die Kabelbäume achten, auf Radläufe hinten und die Endspitzen sehen, und beim Twin Spark die Wartung der Ausgleichswellen prüfen. Ein Wagen mit Historie ist mehr wert als einer mit wenig Kilometern: Die Kartei zeigt, wer welchen Bericht geschrieben hat.
Der 155 ist der Alfa, den man kaufte, als niemand hinsah. Jetzt sehen alle hin.

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Quellen
Was Leser über den Alfa Romeo 155 fragen
Warum hat der Alfa 155 Frontantrieb statt Heckantrieb?
Weil er auf der Konzernplattform Tipo Tre steht, die Fiat, Lancia und Alfa teilten. Der Vorgänger 75 war der letzte Alfa der Mittelklasse mit Transaxle und Heckantrieb; der 155 tauschte diese Technik gegen Platz, Kosten und Alltagstauglichkeit ein.
Welcher Alfa 155 ist der gesuchteste?
Der Q4 mit Allrad und 190 PS, danach der V6 mit 2,5 Litern. Von den Vierzylindern ist der 2.0 Twin Spark 16V der Späten der beste Kompromiss aus Drehfreude und Teileversorgung.
Rostet der Alfa Romeo 155?
Weniger als die Alfas der 1980er, aber er rostet. Sieh an den Radläufen hinten, an den Endspitzen, unter den Türdichtungen und am Batterieblech nach. Die Elektrik und die Zündspulen der Twin Spark brauchen mehr Aufmerksamkeit als das Blech.



