Was man über die Alfa Romeo Giulietta 116 wissen muss
- Die Giulietta kam im Herbst 1977 und teilt sich Bodengruppe, Motoren und Transaxle-Antrieb mit der Alfetta.
- Ihr Kennzeichen ist der hoch abgesetzte Kofferraumdeckel: ein Keil, der hinten mit einer Kante endet.
- Motoren mit 1,3 bis 2,0 Litern, alle mit 2 obenliegenden Nockenwellen und 5 Gängen ab Werk.
- Der Turbodelta von 1983 blieb bei 361 Stück statt der geplanten 500 und ist heute das gesuchteste Modell der Reihe.
1977 brauchte Alfa Romeo ein Auto unterhalb der Alfetta, das jünger wirkt und dieselbe Technik trägt. Heraus kam die Giulietta: ein Keil mit hoch abgesetztem Kofferraumdeckel, unter dem die Bauweise der Alfetta steckt. Der Name war geliehen, die Technik war die beste, die Alfa in der Klasse hatte.
Was die Giulietta 1977 von der Alfetta übernahm
Bodengruppe, Motorenpalette und Antrieb sind die der Alfetta: Motor vorn längs, Kupplung und Getriebe hinten an der Achse, De-Dion-Hinterachse, innenliegende Bremsscheiben. Alle Ausführungen haben 5 Gänge, was in der Mittelklasse von 1977 keine Selbstverständlichkeit war.
Welche Motoren die Giulietta hatte
Die Palette beginnt beim 1,3-Liter mit 95 PS und reicht über 1,6 und 1,8 Liter bis zum 2,0-Liter. Alle sind Vierzylinder aus Aluminium mit 2 obenliegenden Nockenwellen. 1983 kam der Turbodelta mit Lader und 170 PS, dazu in Italien ein Turbodiesel von VM.
Zwei Überarbeitungen in acht Jahren
1981 und 1983 bekam die Giulietta je ein Facelift: andere Stoßfänger, andere Leisten, innen ein aufgeräumteres Armaturenbrett. Die späten Modelle gelten als die haltbareren, weil Alfa den Rostschutz nachbesserte.
Warum die Giulietta heute selten geworden ist
Sie war ein Gebrauchtwagen, als Rost noch ein normaler Grund zum Verschrotten war. Wer heute eine sucht, findet meist die späten 1.6 und 2.0. Der Turbodelta taucht selten auf, und wenn, dann zum Preis eines ordentlichen GTV6.
Daran erkennt man heute eine gute Giulietta
Federbeindome, Schweller, Endspitzen und Kofferraumboden zuerst. Dann die Kardanwellenlager, die Kupplung an der Hinterachse und die Synchronringe. Eine gepflegte Giulietta fährt sich wie eine kleine Alfetta, und genau das ist der Reiz.
Die Giulietta ist die Alfetta für alle, die früher losfahren wollten.

Quellen
Was Leser über die Alfa Romeo Giulietta 116 fragen
Was unterscheidet die Giulietta 116 von der Alfetta?
Die Karosserie, nicht die Technik. Beide stehen auf derselben Bodengruppe mit Motor vorn, Getriebe an der Hinterachse und De-Dion-Achse. Die Giulietta ist kürzer, trägt den abgesetzten Kofferraumdeckel und wurde als die jüngere der beiden vermarktet.
Was ist der Giulietta Turbodelta?
Die Spitze der Baureihe von 1983: 2,0 Liter mit Turbolader und 170 PS. Geplant waren 500 Stück für die Homologation im Rennsport, gebaut wurden 361. Die Prototypen liefen mit einem Alfa-eigenen Lader, die Serie mit KKK.
Rostet die Alfa Romeo Giulietta?
Ja, und zwar an Federbeindomen, Schwellern, Radläufen, Endspitzen und der Batterieablage. Wer eine kauft, hebt den Teppich und sieht auf den Kofferraumboden. Die Technik ist haltbarer als das Blech, die Ersatzteillage bei Karosserieblechen ist die schwierigere Seite.


