Was man über den Alfa Romeo GTV6 wissen muss
- Der GTV6 kam 1980 als Spitze der Alfetta-Coupés: der Busso-V6 mit 2,5 Litern und 160 PS in einer Karosserie von Giorgetto Giugiaro.
- Die Beule auf der Motorhaube kam nicht vom Stil, sondern vom Platz: Der Ansaugtrakt des V6 passte sonst nicht unter das Blech.
- Die Transaxle-Bauweise der Alfetta bleibt: Getriebe und Differential hinten, innenliegende Bremsscheiben, De-Dion-Achse.
- Rund 22.300 Stück entstanden bis 1986, darunter eine deutsche Sonderserie Grand Prix mit 200 Stück.
Es gibt Motoren, die man an einer Kurve erkennt, ohne das Auto zu sehen. Der Busso-V6 ist so einer. 1980 setzte Alfa Romeo ihn in das Coupé, das seit 1974 als Alfetta GT lief, und machte daraus den GTV6: das letzte große Coupé der Marke mit Heckantrieb und Getriebe an der Hinterachse.
Was den GTV6 1980 zur Spitze der Baureihe machte
Unter der Haube arbeitet der 2,5-Liter-V6 mit 160 PS und Bosch-L-Jetronic, dazu die Transaxle-Technik der Alfetta: Kupplung, Getriebe und Differential hinten, De-Dion-Achse, innenliegende Bremsscheiben. Die Karosserie stammt weiter von Giorgetto Giugiaro, die Haube trägt jetzt die Wölbung über dem Ansaugtrakt.
Wie sich der GTV6 fährt
Das Gewicht liegt fast gleichmäßig auf beiden Achsen, das Lenkrad steht flach, die Schaltung geht über eine lange Stange nach hinten und will eine ruhige Hand. Wer ihn kennt, schaltet früh und lässt den V6 ziehen. Der Motor hängt dabei so direkt am Gas, wie es Einspritzung der frühen 1980er selten zulässt.
Welche Sondermodelle es vom GTV6 gab
In Deutschland lief die Serie Grand Prix mit 200 Stück, in Südafrika entstand für die Homologation eine Ausführung mit 3,0 Litern. In der Rallye-Europameisterschaft gewann der GTV6 in den frühen 1980ern mehrere Titel, was die heutige Nachfrage nach guten Exemplaren erklärt.
Daran erkennt man heute einen guten GTV6
Rost sitzt an den Endspitzen, den Radläufen, den Schwellern und unter der Batterie. Technisch hört man auf das Kardanmittellager und prüft, ob Zahnriemen und Ventilspiel dokumentiert sind. Beim V6 ist ein Scheckheft mehr wert als ein niedriger Kilometerstand.
Der GTV6 ist ein Coupé, das man wegen des Motors kauft und wegen des Fahrwerks behält.

Quellen
Was Leser über den Alfa Romeo GTV6 fragen
Warum hat der GTV6 eine Beule auf der Haube?
Weil der V6 mit seinem Ansaugtrakt höher baut als der Vierzylinder, für den die Karosserie gezeichnet war. Statt die Haube neu zu formen, setzte Alfa eine Wölbung auf. Sie ist heute das Erkennungszeichen des Wagens.
Wie klingt der Busso-V6 und warum ist er berühmt?
Er klingt wie ein Rennmotor, der sich benimmt. Giuseppe Busso konstruierte einen 60-Grad-V6 mit obenliegenden Nockenwellen je Bank, der willig bis über 6.000 Touren dreht. Die Maschine lief in Abwandlungen bis 2005 und gilt vielen als der schönste Sechszylinder Italiens.
Was kostet die Wartung eines GTV6?
Der Zahnriemen und die Ventile wollen Intervalle, das Getriebe an der Hinterachse will Öl und Geduld. Teile für den V6 gibt es, Blech für die Karosserie ist die teurere Seite. Ein Wagen mit Historie spart hier mehr Geld, als er im Kaufpreis kostet.


