Was man über die Honda CB 750 Four wissen muss
- Am 25. Oktober 1968 stand sie auf der Tokyo Motor Show, ab Frühjahr 1969 lief die Fertigung.
- Sie ist das erste Großserienmotorrad mit quer eingebautem Vierzylinder, obenliegender Nockenwelle, elektrischem Anlasser und hydraulischer Scheibenbremse vorn.
- 4 Zylinder, 4 Vergaser, 4 Auspuffrohre, rund 67 PS und knapp 200 km/h.
- Gebaut wurde in Saitama, Hamamatsu und später Suzuka; die erste Ausführung heißt K0.
Am 25. Oktober 1968 stand auf der Tokyo Motor Show eine Maschine, die alles auf einmal mitbrachte: 4 Zylinder quer im Rahmen, 4 Vergaser, 4 Auspuffrohre, eine hydraulische Scheibenbremse vorn und einen elektrischen Anlasser. Ab Frühjahr 1969 lief die CB 750 Four, und danach war der Motorradbau ein anderer.
Was 1969 daran neu war
Vierzylinder in Großserie, obenliegende Nockenwelle, Elektrostarter, Scheibenbremse am Vorderrad: Jede dieser Lösungen gab es vorher, aber keine in dieser Kombination und zu diesem Preis. Rund 67 PS und knapp 200 km/h machten sie zur schnellsten Serienmaschine ihrer Zeit.
Warum sie eine Zeitenwende ist
Europäische Hersteller boten Zweizylinder mit Trommelbremsen, Kickstarter und Ölverlust. Honda lieferte eine Maschine, die startete, lief und hielt. In den 1970er Jahren bestimmte sie das Bild der großen Motorräder, und jede japanische Vierzylindermaschine danach geht auf sie zurück.
Welche Ausführungen es gab
Die erste heißt K0 und ist an den Sandgussgehäusen zu erkennen, danach folgten K1 bis K7 und ab 1975 die F-Ausführungen mit anderer Auspuffanlage. Gebaut wurde in Saitama, Hamamatsu und später Suzuka.
Daran erkennt man heute eine gute CB 750 Four
Steuerkette, Vergaserbank, Auspuffanlage und Rost an Rahmen und Schutzblechen. Originale Anlagen sind teuer, Nachbauten erkennbar. Eine frühe K0 ist ein Sammlerstück, eine späte K-Ausführung die Maschine, die man fahren kann.
Die CB 750 Four ist das Motorrad, nach dem die Messlatte woanders lag.

Foto: Sam Carter · Unsplash License
Quellen
Was Leser über die Honda CB 750 Four fragen
Warum gilt die CB 750 Four als erstes Superbike?
Weil sie 1969 alles zusammenbrachte, was vorher einzeln existierte: Vierzylinder in Großserie, 4 Vergaser, 4 Auspuffrohre, Scheibenbremse vorn, elektrischer Anlasser und rund 200 km/h. Dazu kam eine Zuverlässigkeit, die europäische Maschinen dieser Zeit nicht boten.
Was ist eine CB 750 Four K0?
Die erste Ausführung ab Mitte 1969, an der Sammler die Sandgussgehäuse erkennen. Später wurde auf Kokillenguss umgestellt. Frühe K0 sind heute die teuersten Maschinen der Baureihe, spätere K-Ausführungen sind deutlich günstiger und im Alltag die klügere Wahl.
Worauf achtet man beim Kauf einer CB 750 Four?
Auf Steuerkette, Vergaserbank, Zustand der Auspuffanlage und Rost am Rahmen und den Schutzblechen. Vollständige originale Auspuffanlagen sind teuer und selten. Der Motor gilt als robust, wenn Öl und Steuerkette gepflegt wurden.




