Was man über den Honda Prelude der dritten Reihe wissen muss
- Die dritte Reihe kam 1987 und wurde die erfolgreichste der Baureihe; der Wagen ist 4,50 Meter lang.
- Er ist das erste Serienauto mit Allradlenkung, bei Honda 4WS genannt.
- Die Lenkung arbeitet rein mechanisch: eine Welle vom Lenkgetriebe nach hinten, ohne Elektronik.
- Die Zweiliter-Motoren leisten 109 bis 140 PS, dazu kommt eine sehr flache Haube mit Klappscheinwerfern.
1987 kam die dritte Reihe des Prelude, mit einer Haube so flach, dass die Scheinwerfer klappen mussten. Der eigentliche Punkt lag aber hinten: Als erstes Serienauto der Welt hatte der Wagen eine Lenkung, die auch die Hinterräder bewegt.
Wie 4WS arbeitet
Vom Lenkgetriebe führt eine Welle nach hinten zu einem Planetengetriebe an der Hinterachse. Bei kleinen Lenkwinkeln schlagen die Hinterräder in dieselbe Richtung wie vorn ein, bei großen in die entgegengesetzte. Das ergibt Spurtreue bei hohem Tempo und einen kleineren Wendekreis beim Rangieren. Das ganze System kommt ohne Elektronik aus.
Was der Wagen sonst bietet
Eine Länge von 4,50 Metern, eine sehr flache Front, Doppelquerlenker vorn und Zweiliter-Motoren mit 109 bis 140 PS. Der Innenraum ist niedrig und auf den Fahrer ausgerichtet, die Sicht über die flache Haube ungewöhnlich gut.
Warum die Technik verschwand und wiederkam
Die Allradlenkung war teuer und ließ sich schwer verkaufen, weil ihr Vorteil sich erst nach längerer Fahrt zeigt. Honda gab sie später auf. Heute bauen viele Hersteller mitlenkende Hinterachsen ein, elektronisch geregelt, und der Prelude bekommt nachträglich recht.
Daran erkennt man heute einen guten Prelude III
Radläufe, Schweller, Federbeindome und der Bereich um die Heckscheibe, dazu die Mechanik der Klappscheinwerfer. Bei 4WS zählt das hintere Lenkgetriebe, für das Ersatz schwer zu bekommen ist. Die Motoren halten lange, wenn Zahnriemen und Ventilspiel stimmen.
Der Prelude ist der Wagen, der 1987 schon konnte, was heute als Neuerung verkauft wird.

Foto: Frank Eiffert · Unsplash License
Quellen
Was Leser über den Honda Prelude der dritten Reihe fragen
Wie funktioniert die Allradlenkung im Prelude?
Eine Welle führt vom Lenkgetriebe zu einem Planetengetriebe an der Hinterachse. Bei kleinen Lenkwinkeln schlagen die Hinterräder gleichsinnig ein, bei großen gegensinnig. Ergebnis sind Spurtreue bei hohem Tempo und ein kleinerer Wendekreis beim Rangieren. Elektronik braucht das System nicht.
Warum hat sich die Allradlenkung damals nicht durchgesetzt?
Weil sie teuer war und ihr Nutzen sich schwer erklären ließ. Käufer zahlten einen Aufpreis für etwas, das sich erst nach längerer Fahrt erschließt. Heute bauen viele Hersteller mitlenkende Hinterachsen ein, elektronisch geregelt, und damit bekommt der Prelude nachträglich recht.
Worauf achtet man beim Kauf eines Prelude III?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern, Federbeindomen und rund um die Heckscheibe, dazu auf die Mechanik der Klappscheinwerfer und bei 4WS auf das hintere Lenkgetriebe. Die Motoren sind haltbar, wenn Zahnriemen und Ventilspiel gepflegt wurden.



