Was man über den Honda S800 wissen muss
- Im Januar 1966 kam der S800 in Japan, im Herbst zeigte Honda ihn auf dem Pariser Salon.
- Der Vierzylinder mit 791 cm³ leistet 67 PS bei 8.000 Touren und dreht bis 8.500: eine Drehzahl, die aus dem Motorradbau kommt.
- Die frühen Wagen treiben die Hinterräder über Ketten an, wie ein Motorrad; später kam eine Starrachse.
- 11.536 Wagen entstanden bis Mai 1970: 3.785 Roadster und 7.738 Coupés.
Im Januar 1966 brachte Honda in Japan einen kleinen Sportwagen heraus, der mit Autos wenig und mit Motorrädern viel zu tun hatte: 791 cm³, 4 Vergaser, 67 PS bei 8.000 Touren und ein Antrieb über Ketten. Im Herbst stand er in Paris, und Europa sah zum ersten Mal, was Honda konnte.
Der Motor aus dem Rennsport
Vier Zylinder, obenliegende Nockenwelle, 4 Vergaser, Nadellager an der Kurbelwelle: Der Aufbau stammt aus dem Motorradbau, wo Honda damals Weltmeisterschaften gewann. Der Motor dreht bis 8.500 Touren und gehört damit zu den drehfreudigsten Serienmotoren, die je für die Straße gebaut wurden.
Der Antrieb über Ketten
Die frühen Wagen treiben jedes Hinterrad über eine eigene Kette in einem Schwingengehäuse an, was Einzelradaufhängung erlaubt. Ab 1968 ersetzte Honda das durch eine Starrachse: einfacher, leiser, billiger. Für Sammler sind die frühen Wagen deshalb die interessanteren.
Wie selten er ist
Bis Mai 1970 entstanden 11.536 Wagen: 3.785 Roadster und 7.738 Coupés. In Europa wurden nur wenige verkauft. Wer heute einen sucht, konkurriert mit Sammlern in Japan, wo der S800 als Anfang der Autogeschichte der Marke gilt.
Daran erkennt man heute einen guten S800
Schweller, Radläufe, Bodenblech und bei frühen Wagen die Kettengehäuse. Der Motor ist aufwendig gebaut und verlangt beim Überholen einen Fachmann. Originale Vergaser und Zierteile sind schwerer zu finden als Technik.
Der S800 ist das Auto, das Honda mit den Mitteln eines Motorradherstellers gebaut hat.

Foto: Markus Spiske · Unsplash License
Quellen
Was Leser über den Honda S800 fragen
Warum hat der frühe Honda S800 Kettenantrieb?
Weil Honda aus dem Motorradbau kam und diese Technik beherrschte. Jedes Hinterrad wird über eine eigene Kette in einem Schwingengehäuse angetrieben, was Einzelradaufhängung erlaubt. Ab 1968 ersetzte eine konventionelle Starrachse diese Lösung, weil sie einfacher und leiser ist.
Was ist am Motor des S800 besonders?
Er dreht 8.000 Touren und darüber, aus 791 cm³ holt er 67 PS. Das sind Werte, die im Automobilbau der 1960er Jahre ungewöhnlich waren und direkt aus Hondas Rennmotorrädern stammen. Vier Vergaser, obenliegende Nockenwelle und Nadellager an der Kurbelwelle gehören dazu.
Worauf achtet man beim Kauf eines S800?
Auf Rost an Schwellern, Radläufen und Bodenblech, bei frühen Wagen auf den Zustand der Kettengehäuse. Der Motor ist aufwendig und verlangt einen Fachmann. Teile kommen aus Japan und über die europäischen Clubs, originale Vergaser sind der Engpass.




