Was man über den Peugeot 106 wissen muss
- Der 106 kam im September 1991 zuerst als Zweitürer, der Viertürer folgte 1992.
- Fast 2,8 Millionen Stück entstanden in 12 Jahren, in 2 Serien mit dem Facelift ab Mai 1996.
- Der Rallye von Ende 1993 hat 1.294 cm³, kurze Übersetzung und fast keine Ausstattung: gebaut für die Rallyeklasse bis 1.300 cm³.
- Der GTi von 1996 leistet 118 PS aus 1,6 Litern und wiegt unter 950 Kilogramm.
Im September 1991 stellte Peugeot einen Kleinwagen vor, der auf dem Papier nach Alltag aussah und in der Praxis ein Sportgerät war. Vom 106 entstanden fast 2,8 Millionen Stück, und die interessantesten von ihnen sind die, bei denen Peugeot Dinge weggelassen statt hinzugefügt hat.
Was der 106 im Alltag war
Ein kurzer Dreitürer mit Quermotor und Frontantrieb, ab 1992 auch mit 4 Türen. Die Motoren reichen vom 1,0-Liter mit 45 PS bis zum 1,6-Liter, dazu kam ein sparsamer Diesel. Ab Mai 1996 lief die zweite Serie mit neuer Front und überarbeitetem Innenraum.
Der Rallye und die Klasse bis 1.300
Ende 1993 kam der Rallye: 1.294 cm³, damit unter der Grenze der Hubraumklasse, dazu kurze Übersetzung, Stahlfelgen, keine Servolenkung, keine Dämmung. Die FIA homologierte ihn am 2. Januar 1994 für Gruppe A und Gruppe N. Wer ihn fährt, versteht, warum Gewicht wichtiger ist als Leistung.
XSi, GTi und die schnellen Jahre
Der XSi kam 1992 mit 95 PS und legte 1995 auf 105 PS zu. 1996 folgte der GTi mit 1,6 Litern, 16 Ventilen und 118 PS, in Frankreich als S16 verkauft. Bei einem Leergewicht unter 950 Kilogramm reicht das für Fahrleistungen, die heute noch Spaß machen.
Daran erkennt man heute einen guten 106
Radläufe, Schweller, Türunterkanten, Federbeindome und vor allem die hintere Verbundlenkerachse, deren Nadellager gern trocken laufen. Motoren und Getriebe halten, wenn Zahnriemen und Ölwechsel belegt sind. Ein originaler Rallye ohne Umbauten ist inzwischen schwer zu finden.
Der 106 Rallye ist der Beweis, dass Weglassen schneller macht als Nachrüsten.
Quellen
Was Leser über den Peugeot 106 fragen
Was ist ein Peugeot 106 Rallye?
Ein bewusst abgespeckter 106 für die Rallyeklasse bis 1.300 cm³. Peugeot strich Ausstattung, kürzte die Übersetzung und baute einen Motor mit 1.294 cm³ ein. Die FIA homologierte ihn am 2. Januar 1994 für Gruppe A und N. Auf der Straße ist er der ehrlichste Kleinwagen seiner Zeit.
Was ist der Unterschied zwischen XSi und GTi?
Der XSi kam 1992 mit 95 PS und legte 1995 auf 105 PS zu, der GTi folgte 1996 mit 118 PS aus 1,6 Litern. Der GTi hat 16 Ventile, Scheibenbremsen rundum und ein strafferes Fahrwerk. Im französischen Programm hieß dieselbe Ausführung S16.
Worauf achtet man beim Kauf eines 106?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern, Türunterkanten und dem Federbeindom, dazu auf die hintere Achse. Die Nadellager der Verbundlenkerachse laufen trocken und kosten Geld. Die Motoren halten lange, wenn Zahnriemen und Öl stimmen.




