Was man über den Boxster 986 wissen muss
- 1996 bis 2004 gebaut, 109.213 Stück, davon 23.294 zwischen 1997 und 2001 bei Valmet in Finnland, erkennbar am U in der Fahrgestellnummer.
- Mittelmotor mit 6 Zylindern: 2,5 Liter mit 204 PS, ab 2000 2,7 Liter mit 220 PS, der S mit 3,2 Litern und 252 bis 260 PS.
- 76.500 Mark kostete er zum Start, und er brachte Porsche aus der Krise der frühen Neunziger.
- Das Zwischenwellenlager ist die Frage, die jeder Kauf entscheidet: Fällt es aus, ist der Motor im schlimmsten Fall hin.
Anfang der Neunziger stand Porsche vor dem Ende. Die Antwort war ein Roadster mit Mittelmotor, der sich den Vorderwagen mit dem kommenden 911 teilte und 76.500 Mark kostete. Der Boxster kam 1996, verkaufte sich 109.213 Mal und gab Porsche das Geld, das den 996 und alles danach bezahlte.
Warum der Boxster Porsche rettete
Weil er billig zu bauen war und teuer genug zu verkaufen. Front, Türen, Cockpit und Elektronik teilte er mit dem 996, der Motor war ein neuer wassergekühlter Sechszylinder, und die Fertigung lief teils bei Valmet in Finnland, weil Zuffenhausen die Nachfrage nicht schaffte. 23.294 Boxster tragen deshalb ein U in der Fahrgestellnummer.
Die Reihe im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Boxster 2,5 | 204 PS | 1996 bis 1999, der Anfang, 240 km/h |
| Boxster 2,7 | 220 PS | Ab 2000, der reifere Motor |
| Boxster S 3,2 | 252 bis 260 PS | Ab 2000, Sechsgang, 264 km/h, 5,7 Sekunden |
Was der Mittelmotor bringt
Zwei Kofferräume, vorn und hinten, und ein Fahrverhalten, das neutraler ist als das des 911: Der Boxster dreht ein, ohne zu drängen, und bleibt am Limit berechenbar. Viele, die beide gefahren sind, halten ihn für den besseren Sportwagen.
Das Facelift 2002
Neue Leuchten, neue Front, das Verdeck mit Glasscheibe statt Kunststoff, Innenraum aus dem 996. Die späten Wagen sind die reiferen, die frühen die mit dem Preis des Einstiegs.
Das bleibt vom Porsche Boxster 986
Er hat die Marke gerettet und eine Baureihe begründet, die bis heute läuft. Die Preise sind niedrig geblieben, weil die Stückzahl groß und die Motorfrage bekannt ist, und genau das macht einen 986 mit Historie zum günstigsten Porsche, den man fahren kann.
Was heute beim Boxster 986 zählt
- Zwischenwellenlager: Beleg über den Tausch oder einrechnen.
- Motor: Simmerringe, Zylinderwände, Kolben. Kompression messen lassen.
- Verdeck: Mechanik und bei frühen Wagen die Kunststoffscheibe.
- Historie: Ölwechsel, Werkstattbelege und die Frage, ob der Wagen stand oder fuhr.
Der Boxster 986 ist der Porsche, der die Marke rettete und noch bezahlbar ist. In der Kartei steht er als der Roadster mit dem Motor in der Mitte.

Foto: Zoshua Colah · Unsplash License
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Boxster fragen
Was ist mit dem Zwischenwellenlager?
Die Zwischenwelle überträgt den Antrieb von der Kurbelwelle auf die Nockenwellen, und ihr hinteres Lager kann ausfallen. Dann ist es bestenfalls ein Motorneuaufbau. Verbesserte Lager gibt es, der vorsorgliche Tausch ist Fachwerkstattarbeit, und ein Beleg darüber ist beim Kauf mehr wert als jeder Kilometerstand.
Was geht sonst kaputt?
Kurbelwellen-Simmerringe werden undicht, das ist bekannt und bezahlbar. Schwerer wiegen Auswaschungen an den Alusil-Zylinderwänden und defekte Kolben, die zum Motorschaden führen. Ein Boxster mit dokumentierten Ölwechseln und Kompressionswerten ist der, den man kauft.
2,5, 2,7 oder S?
Der 2,5 mit 204 PS ist der Anfang und der günstigste, der 2,7 ab 2000 der reifere Motor, der S mit 3,2 Litern und bis zu 260 PS der Boxster, der einen 911 ärgert. Alle teilen die Karosserie, der S hat größere Bremsen und ein Sechsganggetriebe.
Was kostet ein 986?
Für Porsche-Verhältnisse wenig: frühe Wagen stehen ab 7.000 Euro im Netz, gute S mit Historie deutlich darüber. Der Preis erklärt sich durch die Stückzahl und die Motorfrage, und er macht den 986 zum günstigsten Weg in einen Porsche mit Mittelmotor.












