Was man über den Porsche 993 wissen muss
- Der 993 kam am 9. September 1993 auf der IAA zum 30. Geburtstag des 911: neue Mehrlenker-Hinterachse aus Aluminium, erstes Sechsganggetriebe, Hydrostößel, eine Karosserie, die nur Dach und Haube vom 964 übernahm, und der Grundpreis 7 Prozent unter dem Vorgänger.
- 68.029 Stück bis zum 31. März 1998: Carrera mit 272 PS, ab Modelljahr 1996 mit Varioram und 285 PS, Carrera 4 mit Viscokupplung, Targa mit Glasdach, Carrera S und 4S im Breitbau.
- Carrera RS mit 3,8 Litern und 300 PS, Turbo mit 2 Ladern und 408 PS, Turbo S mit 450 PS und der GT2 für die Straße, 57 Stück.
- Der letzte luftgekühlte Motor lief am 27. März 1998 vom Band; danach übernahm der wassergekühlte 996, und der 993 wurde zum Sammlerstück.
Der 993 war der 911, mit dem Porsche 1993 die Luftkühlung zu Ende dachte. 4 Jahre Entwicklung, rund 400 Millionen D-Mark, und eine Karosserie, die vom 964 nur Dach und Haube übernahm: flach liegende Scheinwerfer, breite Hüften, ein Heck, das in einem Bogen abfällt. Darunter eine neue Mehrlenker-Hinterachse aus Aluminium, die das Heck des Elfers zähmte, das erste Sechsganggetriebe und Hydrostößel, die das Ventilspiel abschafften. Am 9. September 1993 stand er auf der IAA, zum 30. Geburtstag des 911, für 125.760 D-Mark, 7 Prozent unter dem Vorgänger.
Was den 993 ausmacht
Der Boxer mit 272 und 285 PS
Der 3,6-Liter-Boxer M64 leistete zum Start 272 PS und 330 Newtonmeter, 5,6 Sekunden auf 100, 270 Spitze. Ab Modelljahr 1996 hob Varioram, eine Ansaugung mit veränderlicher Länge, die Leistung auf 285 PS und das Drehmoment auf 340 Newtonmeter in der Mitte der Kurve. Dazu OBD2 und die Motorkontrollleuchte. Wer einen Carrera mit 272 PS fährt, hat wegen der kürzeren Übersetzung kaum weniger Auto und ein paar 1.000 Euro mehr im Portemonnaie.
Allrad, Targa, Breitbau
Der Carrera 4 kam im Oktober 1994 mit einer Viscokupplung statt des Mitteldifferenzials, 5 bis 35 Prozent der Kraft nach vorn und halb so schwer wie der Allrad des 964. Der Targa vom September 1995 hatte zum ersten Mal ein elektrisch versenkbares Glasdach statt des Bügels. Carrera 4S und Carrera S trugen die breite Karosserie des Turbo, der 4S mit Turbo-Bremse und Turbo-Fahrwerk, der S ohne, dafür mit dem Doppelgitter im Heckdeckel. Tiptronic gab es nur für Heckantrieb, ab Modelljahr 1995 als Tiptronic S mit Wippen am Lenkrad.

Wie der 993 vom Elfer zur Legende wurde
Turbo, RS, GT2
Im März 1995 zeigte Porsche in Genf 3 Autos auf einmal: den Carrera RS mit 3,8 Litern, 300 PS und 1.270 Kilo, den Turbo mit 2 KKK-Ladern, 408 PS und permanentem Allrad, und den GT2 als Homologationsauto mit Heckantrieb und 430 PS. Der Turbo war eines der ersten Serienautos mit OBD2, lief 290 und brauchte 4,5 Sekunden auf 100. Porsche Exclusive baute daraus 1997 und 1998 den Turbo S mit 450 PS und Aerokit II, 342 Stück, und 14 Turbo Cabriolets mit dem Motor des 964 Turbo für einen Münchner Händler.
Der letzte Motor
68.029 Wagen entstanden in 4 Jahren und 7 Monaten: 14.541 Carrera Coupés mit 272 PS, 8.586 mit 285, 15.499 Cabriolets, 4.583 Targa, 3.714 Carrera S, 6.948 Carrera 4S, 5.978 Turbo. Der 996 lief ab September 1997 an, die schmalen Carrera endeten im Herbst 1997, Turbo, Carrera S und 4S liefen bis März 1998. Der letzte luftgekühlte Motor lief am 27. März 1998 vom Band, das letzte Auto, ein Carrera 4S, am 31. März.
Das bleibt vom Porsche 993
Der 993 ist der 911, den alle wollen, und der Markt weiß es: Ein Carrera Coupé mit Schalter wechselte im ersten Halbjahr 2026 im Median für 91.000 Euro den Besitzer, ein Carrera S für 150.000, ein Turbo für 220.000, ein RS für 335.000. Seit 2011 hat der Carrera 140 Prozent zugelegt, seit 2023 gibt er leicht nach. Porsche Classic hält rund 80.000 Teilepositionen vor, die Clubs für den klassischen 911 pflegen die luftgekühlten Wagen von 1964 bis 1998, und die Modelljahre 1994 bis 1996 tragen inzwischen das H-Kennzeichen.
Was heute beim Porsche 993 zählt
- Motor: Ventilführungen, Ölverlust an den unteren Ventildeckeln, verkokte Sekundärluft ab 1996; eine Revision kostet 12.000 bis 18.000 Euro.
- Originalität: Turbo-Look, Aerokit und Backdates sind häufig; Fahrgestellnummer, Motor- und Getriebenummer entscheiden.
- Modelljahr im 10. Buchstaben der Fahrgestellnummer: R 1994, S 1995, T 1996, V 1997, W 1998.
Der 993 ist der 911, bei dem Porsche aufhörte, bevor es aufhören musste. In der Kartei steht er als der letzte Luftgekühlte, und als der Elfer, den man nicht mehr unterschätzt.

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Quellen
Was Leser über den Porsche 993 fragen
Warum gilt der 993 als der beste 911?
Weil er die klassische Technik mit moderner Fahrbarkeit verband: der luftgekühlte Boxer mit Hydrostößeln, dazu die Mehrlenker-Hinterachse aus Aluminium mit passiver Hinterradlenkung, die das Heck des 911 zum ersten Mal zähmte, das Sechsganggetriebe und eine Verarbeitung, die als eine der besten bei Porsche gilt. Er ist der letzte 911 mit Luftkühlung, und der Markt hat das seit 2011 mit einem Plus von 140 Prozent belohnt.
Was ist Varioram?
Eine Ansaugung mit veränderlicher Länge, die ab Modelljahr 1996 den Carrera von 272 auf 285 PS hob und das Drehmoment in die Mitte brachte, 340 Newtonmeter bei 5.250 Touren. Erkennbar am Saugrohr aus Aluguss statt schwarzem Kunststoff. Der Carrera RS hatte Varioram schon im Modelljahr 1995.
Welche Varianten des 993 sind die seltensten?
2 Speedster, einer für Ferdinand Alexander Porsche und einer für Jerry Seinfeld. 14 Turbo Cabriolets über Porsche Exclusive für einen Münchner Händler, mit dem Motor des 964 Turbo. 57 GT2 für die Straße, 342 Turbo S mit 450 PS und 1.014 Carrera RS, davon 227 Clubsport.

















