Was man über das 911 G-Modell wissen muss
- Das G-Modell kam im Herbst 1973 mit den Faltenbalg-Stoßstangen, die die US-Vorschriften verlangten, und wurde bis 1989 gebaut, länger als jeder andere 911.
- Motoren: 2,7 Liter (bis 1977), 3,0 SC mit 180 bis 204 PS (1978–1983), Carrera 3.2 mit 231 PS (1984–1989); der Turbo (930) ab 1975 mit 3,0 und ab 1978 mit 3,3 Litern.
- Neben dem Coupé gab es den Targa, ab 1983 das erste 911 Cabriolet und 1989 den Speedster; das Getriebe G50 ab 1987 ist die Empfehlung.
- Fast 200 Tausend G-Modelle wurden gebaut, der 911, mit dem Porsche überlebte, als der 928 ihn hätte ablösen sollen.
1973 wollte Porsche den 911 eigentlich abschaffen. Der 928 war in Arbeit, der Elfer galt als Auslaufmodell, und wurde mit den neuen Stoßstangen noch einmal gebaut, für ein paar Jahre. Es wurden 16. Das G-Modell ist der 911, der bewies, dass die Idee jung bleibt.
Warum der 911 1973 Faltenbälge bekam
Die US-Behörden verlangten Stoßstangen, die einen Aufprall mit 8 Kilometern pro Stunde ohne Schaden aushalten. Porsche löste das mit Aluminiumträgern auf Pralldämpfern und Faltenbälgen aus Gummi, die den Spalt zur Karosserie verdeckten. Dazu kamen Sitze mit integrierten Kopfstützen, ein Dreispeichen-Lenkrad und der 2,7-Liter-Motor mit 150 (911), 175 (911 S) und 210 PS (Carrera mit mechanischer Einspritzung).
Welche G-Modelle es gab
Was SC und Carrera 3.2 unterscheidet
1978 wurde aus allem ein Modell: der 911 SC mit 3 Litern, 180 PS, ab 1980 188, ab 1981 204 PS. Der SC war der 911, der den Ruf der Zuverlässigkeit begründete, Kettenspanner ausgenommen, die gelegentlich versagten. 1984 folgte der Carrera 3.2 mit 231 PS, Motronic und einem Motor, der als der beste luftgekühlte Sechszylinder gilt. Ab Modelljahr 1987 kam das Getriebe G50 von Getrag mit hydraulischer Kupplung und Rückwärtsgang links vorn.

Welche Varianten es vom G-Modell gab
Der 930 Turbo von 1975 mit 260 PS aus 3 Litern, ab 1978 mit 3,3 Litern und 300 PS, war das schnellste deutsche Serienauto seiner Zeit, mit dem Heckflügel, den jeder erkannte. Der Targa mit dem Edelstahlbügel lief die ganze Bauzeit; 1983 kam das erste Cabriolet in der Geschichte des 911, 1989 der Speedster mit niedriger Scheibe und dem Buckel hinter den Sitzen.
Warum das Ende 1989 ein Anfang war
Der 964 löste das G-Modell ab und behielt die Silhouette. Das G-Modell blieb, was es war: der 911, den man für den Preis eines guten Mittelklassewagens bekam, damals. Heute ist es der Klassiker, bei dem Historie und Originalität den Wert bestimmen wie bei kaum einem anderen.
Worauf man achtet, wenn man das 911 G-Modell kauft
- Motor: Ölverlust ist normal in Grenzen; Kettenspanner beim SC prüfen (Carrera-Spanner nachgerüstet?), Zylinderkopfbolzen beim 2,7. Kompressionstest ist Pflicht.
- Karosserie: Scheinwerfertöpfe, Schweller, Batteriekasten, Torsionsstab-Aufnahmen, Türunterkanten, Windschutzscheibenrahmen. Unfallreparaturen an Spaltmaßen und Blechdicken erkennen.
- Papiere: Zertifikat von Porsche Classic, Scheckheft, Rechnungen. Ein G-Modell ohne Historie ist ein anderes Auto.
Der 911 ist der Klassiker, dessen Halter am genauesten Buch führen. Genau dafür ist die Kartei gebaut: Kilometer, Rechnungen, Fotos, und die Frage, ob der Kettenspanner schon gemacht ist.

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Quellen
Was Leser über das 911 G-Modell fragen
Was bedeutet G-Modell beim Porsche 911?
Porsche nummerierte die Modelljahre mit Buchstaben; das Modelljahr 1974 war das G. Da die Karosserie mit den Faltenbalg-Stoßstangen bis 1989 im Kern gleich blieb, heißt die ganze Generation G-Modell, vom 2,7 bis zum Carrera 3.2.
Welches G-Modell ist das beste?
Der Carrera 3.2 mit G50-Getriebe (Modelljahre 1987 bis 1989) ist der ausgereifteste: Motronic, 231 PS, hydraulische Kupplung, Fünfgang mit gutem Schaltgefühl. Der SC ist günstiger und kaum schlechter; der 2,7 hat die reinste Form, aber empfindlichere Motoren.
Rostet ein Porsche 911 G-Modell?
Ab Modelljahr 1976 ist die Karosserie feuerverzinkt, die ersten Jahre blank. Trotzdem rosten Scheinwerfertöpfe, Schweller hinter den Türen, Batteriekasten, die Aufnahmen der Torsionsstäbe und die Ecken der Scheiben. Verzinkt heißt langsamer.












