Was man über den Toyota MR2 der ersten Reihe wissen muss
- Das Projekt begann 1976, der Prototyp stand 1983 auf der Tokyo Motor Show, im Juni 1984 kam der Wagen auf den Markt.
- Er ist der erste japanische Serienwagen mit Mittelmotor, angeregt von europäischen Vorbildern wie dem Fiat X1/9.
- Das Fahrwerk stimmte Roger Becker von Lotus mit ab.
- Der 1,6-Liter 4A-GE mit 16 Ventilen stammt aus dem Corolla der E80-Reihe; über 100.000 Wagen der ersten Reihe entstanden.
1976 begann bei Toyota ein Projekt für einen kleinen Wagen mit Mittelmotor. Die Ölkrise bremste es, 1983 stand der Prototyp in Tokio, im Juni 1984 kam der MR2 auf den Markt: der erste japanische Serienwagen, bei dem der Motor hinter den Sitzen arbeitet.
Was den MR2 ausmacht
Ein sehr kurzer Zweisitzer mit kantiger Karosserie, Klappscheinwerfern und einem Leergewicht um 1.000 Kilogramm. Der 1,6-Liter 4A-GE mit 16 Ventilen stammt aus dem Corolla, leistet rund 124 PS und dreht willig. Später kam eine Ausführung mit Kompressor dazu.
Die Handschrift von Lotus
Roger Becker, Fahrwerksfachmann bei Lotus, wirkte an der Abstimmung mit. Das Ergebnis ist ein Wagen, der genau lenkt, auf Lastwechsel berechenbar reagiert und trotz kurzem Radstand und Mittelmotor gutmütig bleibt. Genau das war bei dieser Bauart nicht selbstverständlich.
Warum er wichtig ist
Er hat gezeigt, dass ein Mittelmotor-Sportwagen bezahlbar, sparsam und alltagstauglich sein kann. Über 100.000 Wagen der ersten Reihe entstanden bis 1989, und die Idee hat später den Fiat Barchetta, den MGF und viele andere mit angestoßen.
Daran erkennt man heute einen guten MR2 W10
Schweller, Radläufe, Bodenblech und die hinteren Federbeindome, besonders im Bereich hinter den Türen. Der 4A-GE ist haltbar, wenn Ölwechsel und Zahnriemen belegt sind. Bei Wagen mit Targadach lohnt der Blick auf die Dichtungen.
Der erste MR2 ist der Beweis, dass ein Mittelmotor nicht teuer sein muss.
Quellen
Was Leser über den Toyota MR2 der ersten Reihe fragen
Warum hat der MR2 den Motor in der Mitte?
Weil Toyota einen kleinen, sparsamen Sportwagen bauen wollte und diese Anordnung das beste Verhältnis von Gewicht und Fahrverhalten ergibt. Das Projekt lief seit 1976, die Ölkrise verzögerte es. Herausgekommen ist ein Wagen, der leicht ist, wenig verbraucht und trotzdem die Straßenlage eines Sportwagens hat.
Welchen Anteil hatte Lotus am MR2?
Roger Becker, Fahrwerksfachmann bei Lotus, wirkte an der Abstimmung mit. Das merkt man an der Lenkung und daran, wie der Wagen auf Lastwechsel reagiert. Für einen Wagen mit Mittelmotor und kurzem Radstand ist er erstaunlich gutmütig.
Worauf achtet man beim Kauf eines MR2 W10?
Auf Rost an Schwellern, Radläufen, Bodenblech und den hinteren Federbeindomen, besonders im Bereich hinter den Türen. Der 4A-GE ist haltbar, wenn Ölwechsel und Zahnriemen belegt sind. Wagen mit Targadach brauchen einen Blick auf die Dichtungen.
