Was man über den Volvo PV 544 wissen muss
- Der PV 544 kam 1958 und trägt die runde Heckform amerikanischer Wagen der 1930er und 1940er Jahre, weshalb er Buckelvolvo heißt.
- Ab 1959 wurde er als erstes Serienauto der Welt mit Dreipunktgurten ausgeliefert.
- Entwickelt hat den Gurt Nils Bohlin, der zuvor bei Saab Schleudersitze für Flugzeuge konstruiert hatte und 1958 zu Volvo wechselte.
- Gunnar Andersson wurde mit dem PV 544 Rallye-Europameister.
1958 stellte Volvo den PV 544 vor, den Nachfolger des PV 444. Die Form mit dem runden, abfallenden Heck und den freistehenden Kotflügeln brachte ihm in Deutschland den Namen Buckelvolvo ein. Ein Jahr später bekam er etwas, das die Autogeschichte veränderte.
Der Gurt
Nils Bohlin hatte bei Saab Schleudersitze für Flugzeuge konstruiert und wechselte 1958 zu Volvo. Dort entwickelte er den Dreipunktgurt, der Becken und Oberkörper zugleich hält und sich mit einer Hand anlegen lässt. Ab 1959 war er im PV 544 serienmäßig, und Volvo gab das Patent frei, damit andere Hersteller es nutzen konnten.
Wie überzeugt wurde
Volvo ließ die Wirkung öffentlich vorführen: Der schwedische Stuntfahrer Orvar Aspholm überschlug sich mit einem PV 544 viermal und stieg unverletzt aus. Solche Vorführungen halfen, Käufer von einem Bauteil zu überzeugen, das damals als lästig galt.
Der Wagen im Rallyesport
Gunnar Andersson gewann 1958 mit dem Vorgänger PV 444 die schwedische Mitternachtssonnenrallye und wurde mit dem PV 544 Rallye-Europameister. Der Wagen ist leicht, hat eine kräftige Hinterachse und einen haltbaren Motor: alles, was auf Schotter zählt.
Daran erkennt man heute einen guten PV 544
Schweller, Radläufe, Bodenblech, Endspitzen und Federaufnahmen. Die Technik ist einfach und vollständig lieferbar, die Szene in Skandinavien groß. Frühe Wagen haben eine geteilte Frontscheibe, spätere eine einteilige.
Der PV 544 ist das Auto, in dem der Dreipunktgurt zum ersten Mal serienmäßig lag.

Quellen
Was Leser über den Volvo PV 544 fragen
Warum ist der Dreipunktgurt so wichtig?
Weil er Becken und Oberkörper zugleich hält und sich mit einer Hand anlegen lässt. Nils Bohlin entwickelte ihn 1958 bei Volvo, ab 1959 war er im PV 544 serienmäßig. Volvo gab das Patent frei, damit andere Hersteller es nutzen konnten. Kaum eine Einzelmaßnahme hat so viele Leben gerettet.
Woher kommt der Name Buckelvolvo?
Von der runden, abfallenden Heckform, die amerikanischen Fließheckwagen der 1930er und 1940er Jahre nachempfunden ist. Dazu kommen die freistehenden Kotflügel und die geteilte Frontscheibe der frühen Wagen. Der PV 444 von 1947 begründete diese Form, der 544 führte sie fort.
Worauf achtet man beim Kauf eines PV 544?
Auf Rost an Schwellern, Radläufen, Bodenblech, Endspitzen und den Federaufnahmen. Die Technik ist einfach und vollständig lieferbar, die Szene in Skandinavien groß. Ein Wagen mit einteiliger Frontscheibe ist ein späterer, einer mit geteilter ein früher.




