Was man über den Fiat 126 wissen muss
- Der 126 kam im Oktober 1972 auf dem Turiner Salon als Nachfolger des Nuova 500.
- Der luftgekühlte Zweizylinder sitzt im Heck, wie beim 500, und treibt die Hinterräder an.
- Gebaut wurde er ab 1973 vor allem in Polen als Polski Fiat 126p, wo ihn alle Maluch nannten, den Kleinen.
- 4.673.655 Stück entstanden bis September 2000, davon über 3,3 Millionen in Polen.
Als Fiat 1972 den Nachfolger des 500 zeigte, hatte niemand erwartet, dass dieser Wagen fast 30 Jahre bleiben würde. Der 126 kam kantiger als sein Vorgänger und behielt dessen Prinzip: 2 Zylinder im Heck, Luftkühlung, Hinterradantrieb. Gebaut wurde er am Ende fast nur noch in Polen.
Was der 126 gegenüber dem 500 brachte
Mehr Platz in einem kantigeren Aufbau, eine bessere Heizung und einen Motor, der zunächst 594 Kubik, später 652 Kubik hatte. Die Türen sind jetzt vorn angeschlagen, die Sitze erträglicher, der Kofferraum vorn geblieben. Die Idee dahinter ist dieselbe: ein Auto für Leute, die vorher keins hatten.
Wie der Wagen zum polnischen Volksauto wurde
Ab 1973 lief der 126p bei Polski Fiat, ab 1975 in einem zweiten Werk in Tychy. In Polen war er über Jahre das Auto, das man bekam, wenn man eins bekam. Der Spitzname Maluch wurde 1997 zum offiziellen Namen.
Wie es endete
Im September 2000 verließ der letzte Maluch das Werk in Bielsko-Biała, aus einer Serie von 1.000 gelben Wagen mit dem Namen Happy End. Die Nachfolge hatten längst Panda und Cinquecento übernommen.
Daran erkennt man heute einen guten 126
Bodenbleche, Radläufe, Federbeindome und die Schweller. Technik gibt es vollständig und billig, die Motoren laufen mit einfachem Werkzeug wieder. Ein Wagen mit Historie in der Kartei ist selten, weil die meisten 126 nie ein Scheckheft gesehen haben.
Der 126 ist das Auto, das mehr Menschen mobil gemacht hat als jedes Konzept dahinter.

Quellen
Was Leser über den Fiat 126 fragen
Warum heißt der Fiat 126 in Polen Maluch?
Weil das Wort der Kleine bedeutet und alle ihn so nannten. Der Spitzname setzte sich so durch, dass Fiat ihn 1997 zum offiziellen Namen machte. In Polen war der Wagen das Auto, das die Massen mobilisierte.
Was ist der Unterschied zwischen Fiat 500 und 126?
Die Karosserie ist kantig statt rund, der Motor größer und der Innenraum etwas erträglicher. Das Prinzip blieb: Zweizylinder im Heck, Luftkühlung, Hinterradantrieb. Der 500 endete 1975, der 126 lief noch 25 Jahre weiter.
Taugt ein Fiat 126 heute noch im Alltag?
Für die Stadt und für kurze Wege, nicht für die Autobahn. Er ist laut, langsam und einfach zu reparieren, dazu billig in Unterhalt und Versicherung. Rost an Bodenblechen, Radläufen und den Federbeindomen ist die Stelle, die über den Kauf entscheidet.




