Was man über den Fiat Panda I wissen muss
- Der Panda kam 1980, gezeichnet von Giorgetto Giugiaro und Aldo Mantovani bei Italdesign: gerade Flächen, flaches Glas, alles, was Geld spart.
- Die Rückbank ist eine Hängematte auf Rohren, die Armaturentafel eine Ablage mit Stoffbezug: Einfachheit als Entwurf.
- Ab Juni 1983 gab es den Panda 4x4, entwickelt von Steyr-Puch, als ersten kleinen Wagen mit Quermotor und Allradantrieb.
- Rund 4,5 Millionen Stück entstanden bis 2003, was ihn zu einem der meistgebauten Kleinwagen Europas macht.
1980 stellte Fiat einen Kleinwagen vor, der so aussah, als habe man alles weggelassen, was nicht nötig ist. Genau das war der Plan: gerade Flächen, flaches Glas, eine Rückbank aus Rohren und Stoff, ein Armaturenbrett, das eine Ablage ist. Der Panda blieb 23 Jahre im Programm.
Was Giugiaro 1980 entworfen hat
Die Karosserie besteht aus wenigen, einfach zu pressenden Teilen. Die Scheiben sind flach, weil flaches Glas billiger ist. Die Sitzbezüge lassen sich abnehmen und waschen. Der Wagen ist ein Gerät, kein Statussymbol, und gerade das machte ihn beliebt.
Der Panda 4x4 von Steyr-Puch
Ab Juni 1983 gab es den Allrad-Panda: den ersten kleinen Wagen mit quer eingebautem Motor und angetriebener Hinterachse. Steyr-Puch aus Graz lieferte Kupplung, Getriebe, Verteilergetriebe, Kardanwelle und Hinterachse. In den Bergen ist er bis heute unterwegs, weil er leicht ist und kurze Überhänge hat.
Wie lange er blieb
Bis 2003, mit einer Überarbeitung 1986 und vielen Sonderserien. Rund 4,5 Millionen Wagen entstanden. In Italien war der Panda das, was in Deutschland der Golf war: das Auto, das jeder kannte und viele fuhren.
Daran erkennt man heute einen guten Panda
Radläufe, Schweller, Federbeindome, Türunterkanten und Bodenblech, beim 4x4 zusätzlich die Achsaufnahmen. Technik ist einfach und billig. Ein rostfreier Panda ist selten geworden, ein rostfreier 4x4 noch seltener.
Der Panda ist das Auto, das nichts vorgibt und deshalb alles überdauert hat.

Foto: Sebastien Devocelle · Unsplash License
Quellen
Was Leser über den Fiat Panda I fragen
Warum sieht der Panda so einfach aus?
Weil jede Fläche gerade ist und jedes Teil billig sein sollte. Giugiaro zeichnete flache Scheiben, gleiche Türen und eine Front, die aus wenigen Pressteilen besteht. Was dabei entstand, sieht bis heute aus, als hätte niemand daran herumgezeichnet.
Was macht den Panda 4x4 besonders?
Er war der erste kleine Wagen mit quer eingebautem Motor und Allradantrieb. Steyr-Puch lieferte den kompletten Antriebsstrang von der Kupplung bis zur Hinterachse. In den Alpen ist er bis heute im Einsatz, weil er leicht ist und überall hinkommt.
Wo rostet der Fiat Panda?
An den Radläufen, den Schwellern, den Federbeindomen, den Türunterkanten und dem Bodenblech. Beim 4x4 kommen die Aufnahmen der Hinterachse dazu. Ein Wagen ohne Rost ist die Ausnahme und kostet inzwischen entsprechend.



