Was man über das Fiat Coupé wissen muss
- Das Coupé stand im Dezember 1993 auf der Messe in Bologna und wurde bei Pininfarina in Turin gebaut.
- Die Karosserie zeichnete Chris Bangle im Centro Stile Fiat, der Innenraum kam von Pininfarina, mit dem lackierten Blechband quer über die Armaturentafel.
- Die Einschnitte über den Radläufen sind das Erkennungszeichen: eine Kante, über die man sich bis heute streitet.
- Der 2,0-Liter-Fünfzylinder mit Turbo leistet rund 220 PS; über 72.000 Stück entstanden bis 2000.
Ein Coupé mit Schnitten über den Radläufen, als habe jemand mit dem Messer angesetzt: Als Fiat im Dezember 1993 in Bologna das Coupé zeigte, stritt die Fachwelt über die Form. 30 Jahre später steht fest, dass es der auffälligste Wagen war, den Fiat in diesem Jahrzehnt gebaut hat.
Wer das Coupé gezeichnet hat
Der Entwurf kam von Chris Bangle im Centro Stile Fiat und setzte sich gegen den Vorschlag von Pininfarina durch. Pininfarina bekam dafür den Innenraum und die Fertigung in Turin. Innen zieht sich ein in Wagenfarbe lackiertes Blechband quer über die Armaturentafel, was bis heute niemand nachgemacht hat.
Was unter der Haube steckt
Zum Start Vierzylinder mit 2,0 Litern, mit und ohne Lader. Ab 1996 kam der Fünfzylinder mit 20 Ventilen: als Sauger mit 147 PS, mit Turbo mit rund 220 PS. Der Turbo beschleunigt in gut 6,5 Sekunden auf 100 km/h und läuft bis 250.
Warum es heute gesucht wird
Es ist ein italienisches Coupé mit einer Form, die niemand verwechselt, und mit Leistung, die zu seiner Zeit teuer war. Über 72.000 Stück entstanden, gute Turbos sind selten geworden, weil viele hart gefahren und billig repariert wurden.
Daran erkennt man heute ein gutes Coupé
Radläufe, Türunterkanten, Schweller und der Bereich um die Heckklappe. Technisch zählen Zahnriemen, Kupplung, Fahrwerk und beim Turbo der Lader. Ein Wagen mit dicker Mappe ist die vernünftige Wahl, auch wenn er mehr kostet.
Das Fiat Coupé ist der Beweis, dass man über eine Form streiten kann, ohne dass sie schlecht ist.

Quellen
Was Leser über das Fiat Coupé fragen
Wer hat das Fiat Coupé gezeichnet?
Chris Bangle im Centro Stile Fiat, gegen den Entwurf von Pininfarina. Der Karosseriebauer bekam dafür den Innenraum und die Fertigung. Bangle ging später zu BMW, wo seine Linie noch mehr Streit auslöste.
Welcher Motor ist der richtige im Fiat Coupé?
Der 2,0-Liter-Fünfzylinder mit 20 Ventilen und Turbo. Er leistet rund 220 PS und macht das Coupé zu einem der schnellsten Wagen seiner Klasse; ohne Lader gibt es denselben Motor mit 147 PS. Die frühen Vierzylinder sind die günstige Wahl.
Worauf achtet man beim Kauf?
Auf Rost an Radläufen, Türunterkanten und Schwellern, dazu auf Zahnriemen, Kupplung und beim Turbo den Lader. Das Fahrwerk verschleißt schnell, wenn der Wagen hart gefahren wurde. Belege sind hier wichtiger als bei fast jedem anderen Fiat.





