Was man über den Fiat X1/9 wissen muss
- Der X1/9 kam 1972 und brachte den Mittelmotor in eine Preisklasse, in der es ihn vorher nicht gab.
- Marcello Gandini zeichnete bei Bertone einen Targa mit abnehmbarem Dach, das unter der vorderen Haube verstaut wird.
- Der Motor sitzt quer hinter den Sitzen, die Technik stammt vom Fiat 128; ab 1978 gibt es 1,5 Liter und 5 Gänge.
- Ab 1982 baute Bertone den Wagen selbst weiter; insgesamt entstanden rund 160.000 Stück.
Mittelmotor war 1972 das Vorrecht teurer Sportwagen. Fiat baute ihn in einen Zweisitzer, der so viel kostete wie ein besser ausgestatteter Kleinwagen. Der X1/9 war damit für viele der erste Sportwagen, in dem der Motor dort saß, wo Rennwagen ihn haben.
Was den X1/9 1972 besonders machte
Der Vierzylinder aus dem Fiat 128 sitzt quer hinter den Sitzen, das Getriebe daneben, angetrieben werden die Hinterräder. Vorn und hinten bleibt Platz für Gepäck. Das Targadach wird abgenommen und unter der vorderen Haube verstaut. Gezeichnet hat das Ganze Marcello Gandini bei Bertone.
Wie er sich fährt
Leicht, tief und ausgewogen: Die Massen liegen zwischen den Achsen, das Auto lenkt willig ein und bleibt berechenbar. Die Leistung ist bescheiden, das Tempo in Kurven nicht. Ab 1978 hilft der 1,5-Liter mit 5 Gängen, die Lücken zu schließen.
Warum Bertone ihn ab 1982 übernahm
Fiat ordnete das Programm neu und gab den Wagen an den Karosseriebauer ab, der ihn ohnehin fertigte. Bertone verkaufte ihn bis 1989 unter eigenem Namen, mit besserer Ausstattung und eigenem Emblem.
Daran erkennt man heute einen guten X1/9
Schweller, Radläufe, Federbeindome, der Bereich vor der Windschutzscheibe und die Träger unter dem Motor. Technik und Teile sind einfach zu bekommen, Blecharbeiten am Mittelmotorwagen sind teuer. Ein Wagen mit Historie spart die Überraschungen.
Der X1/9 ist der Sportwagen, bei dem die Bauweise wichtiger war als die Leistung.

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Quellen
Was Leser über den Fiat X1/9 fragen
Warum hat der X1/9 zwei Kofferräume?
Weil der Motor in der Mitte sitzt und vorn wie hinten Platz übrig bleibt. Das abnehmbare Dach findet unter der vorderen Haube seinen Platz, sodass der hintere Kofferraum frei bleibt. Für einen offenen Zweisitzer ist das ungewöhnlich praktisch.
Was ist der Unterschied zwischen Fiat X1/9 und Bertone X1/9?
Ab 1982 baute und verkaufte Bertone den Wagen unter eigenem Namen weiter. Technisch blieb er gleich, die Ausstattung wurde besser, das Emblem wechselte. Fiat baute rund 140.500 Stück, Bertone knapp 20.000.
Wo rostet der Fiat X1/9?
An den Schwellern, den Radläufen, den Federbeindomen, dem Bereich vor der Windschutzscheibe und den Trägern unter dem Motor. Der Wagen rostet gründlich, wenn er stand. Ein trockenes Exemplar aus dem Süden ist jeden Aufpreis wert.






