Was man über den Fiat Barchetta wissen muss
- Der Barchetta kam 1995 als Zweisitzer auf der gekürzten Grundlage des Punto.
- Der 1,8-Liter mit 16 Ventilen leistet 131 PS und hat als erster Fiat-Serienmotor eine verstellbare Nockenwelle.
- Gebaut wurde er ausschließlich als Linkslenker, auch für Großbritannien und Japan.
- 57.521 Wagen entstanden zwischen 1995 und 2005.
1995 brachte Fiat einen Roadster, der aussah, als sei er aus einer anderen Zeit: runde Formen, eine flache Gürtellinie, versenkte Türgriffe. Der Barchetta stand auf der gekürzten Grundlage des Punto und war doch ein eigenständiges Auto, benannt nach dem kleinen Boot und dem Ferrari 166 MM von 1948.
Was unter dem Blech steckt
Quermotor, Frontantrieb und die Bodengruppe des Punto, gekürzt und versteift. Der 1,8-Liter mit 16 Ventilen leistet 131 PS und hat als erster Fiat-Serienmotor eine verstellbare Nockenwelle. Bei rund 1.060 Kilogramm reicht das für lebhafte Fahrleistungen.
Die Sache mit dem Lenkrad
Fiat baute den Wagen ausschließlich als Linkslenker, auch für Großbritannien und Japan. Das kostete Verkäufe und ist bis heute der meistgenannte Kritikpunkt. Für den Hersteller war es die Bedingung, aus der der Wagen überhaupt entstehen konnte.
Warum er heute interessant ist
Er ist der einzige italienische Roadster seiner Zeit, kostet weniger als ein Mazda MX-5 derselben Jahre und fährt sich eigenständiger. 57.521 gebaute Stück sind wenig, entsprechend selten sind gute Wagen. Wer einen mit dichtem Verdeck findet, bekommt viel Auto für wenig Geld.
Daran erkennt man heute einen guten Barchetta
Radläufe, Schweller, Türunterkanten und der Bereich um das Verdeck, dazu Steuerkette und die Verstellung der Nockenwelle. Das Verdeck selbst ist teuer zu ersetzen. Ein gepflegter Wagen mit Historie und dichtem Dach ist die richtige Wahl.
Der Barchetta ist der Roadster, den Fiat gegen jede betriebswirtschaftliche Vernunft gebaut hat.

Quellen
Was Leser über den Fiat Barchetta fragen
Warum gibt es den Fiat Barchetta nur als Linkslenker?
Weil Fiat die Kosten für eine zweite Ausführung scheute. Selbst in Großbritannien und Japan, wo links gefahren wird, kam der Wagen mit dem Lenkrad auf der linken Seite. Für die dortigen Käufer war das ein Ärgernis, für den Hersteller die Bedingung, das Auto überhaupt zu bauen.
Woher kommt der Name Barchetta?
Er heißt kleines Boot und verweist auf den Ferrari 166 MM Barchetta von 1948. Die Form mit der flachen Gürtellinie und den runden Kanten nimmt diese Tradition auf. Fiat baute damit einen Roadster, der italienisch aussieht statt englisch oder japanisch.
Worauf achtet man beim Kauf eines Barchetta?
Auf Rost an Radläufen, Schwellern, Türunterkanten und dem Bereich um das Verdeck, dazu auf die Steuerkette und die verstellbare Nockenwelle. Das Verdeck ist ein Schwachpunkt, Ersatz ist teuer. Ein Wagen mit dichtem Verdeck und Belegen ist jeden Aufpreis wert.






