Was man über den Fiat 127 wissen muss
- Der 127 kam 1971 und wurde Europäisches Auto des Jahres 1972.
- Er hat den quer eingebauten Motor und Frontantrieb, dazu eine Heckklappe, die ihn praktischer machte als jeden Wettbewerber.
- Im Juni 1974 lief der millionste 127 in Mirafiori vom Band, gut 3 Jahre nach dem Start.
- Rund 5,1 Millionen Stück entstanden bis 1983, dazu Lizenzbauten in Spanien, Jugoslawien und Südamerika.
1971 stellte Fiat einen Kleinwagen vor, der alles richtig machte: Motor quer, Antrieb vorn, Klappe hinten. Was heute jeder Kleinwagen so macht, war damals die moderne Lösung, und der 127 setzte sie so konsequent um, dass er ein Jahr später Auto des Jahres wurde.
Was den 127 1971 modern machte
Der Vierzylinder sitzt quer vor der Vorderachse, das Getriebe daneben, angetrieben werden die Vorderräder. Dadurch bleibt für die Insassen mehr Platz als in Wagen mit längs eingebautem Motor oder Heckmotor. Die Heckklappe machte aus dem Kleinwagen ein Transportmittel.
Wie schnell er sich verkaufte
Im Juni 1974, gut 3 Jahre nach dem Start, lief der millionste 127 in Mirafiori vom Band. Bis 1983 entstanden rund 5,1 Millionen Wagen, dazu Lizenzbauten bei SEAT in Spanien, bei Zastava in Jugoslawien und in Südamerika.
Welche Serien es gab
Die erste Serie bis 1977 mit runden Formen, die zweite bis 1981 mit kantigerer Front und neuen Motoren, die dritte bis 1983 mit Kunststoffstoßfängern. Die sportliche Ausführung hieß Sport und leistete aus 1,05 Litern rund 70 PS.
Daran erkennt man heute einen guten 127
Bodenblech, Radläufe, Federbeindome, Schweller und die Aufnahmen der Hinterachse. Die Technik ist einfach, Ersatzteile für Verschleiß gibt es. Wer einen erhaltenen 127 findet, findet meist einen, der lange in einer Garage stand.
Der 127 ist der Kleinwagen, der die Bauweise durchsetzte, die heute jeder benutzt.
Quellen
Was Leser über den Fiat 127 fragen
Warum war der Fiat 127 so erfolgreich?
Weil er auf kleiner Fläche viel Auto bot. Quermotor, Frontantrieb und Heckklappe geben einen Innenraum, der größer ist als der von Wagen mit Heckmotor. Dazu kamen ein günstiger Preis und eine Technik, die jede Werkstatt beherrschte.
Was ist der Unterschied zwischen den Serien des 127?
Die erste Serie ab 1971 hat die runden Formen und ab 1972 die Heckklappe als Serienausstattung, die zweite ab 1977 eine kantigere Front, die dritte ab 1981 Kunststoffstoßfänger. Technisch blieb die Grundlage gleich, der Hubraum wuchs auf bis zu 1,3 Liter.
Warum sieht man heute kaum noch einen 127?
Weil er rostete und als Gebrauchtwagen nichts wert war. Wer heute einen sucht, prüft Bodenblech, Radläufe, Federbeindome und Schweller. Technik und Verschleißteile sind über die Fiat-Szene noch zu bekommen.






