Was man über den Citroën GS wissen muss
- Der GS kam auf dem Pariser Salon 1970 und wurde Europäisches Auto des Jahres 1971, wegen seiner Technik, nicht wegen seines Preises.
- Er hat die hydropneumatische Federung der DS in vereinfachter Form, mit Einzelradaufhängung vorn und hinten.
- Angetrieben wird er von luftgekühlten Vierzylinder-Boxern, die hoch drehen und dabei leise bleiben.
- 1979 wurde er zum GSA mit Heckklappe und neuem Innenraum und lief so bis 1986.
1970 stellte Citroën in Paris einen Mittelklassewagen vor, der technisch aus einer anderen Preisklasse stammte: Hydropneumatik, Einzelradaufhängung rundum, Scheibenbremsen vorn innenliegend, ein luftgekühlter Boxermotor mit obenliegenden Nockenwellen. Ein Jahr später war er Auto des Jahres.
Was den GS 1970 so besonders machte
Die Federung kommt von der DS, vereinfacht und auf die Größe des Wagens angepasst. Sie hält das Niveau unabhängig von Beladung und Straße und macht aus einem 1-Liter-Auto einen Reisewagen. Dazu kommt eine Karosserie mit niedrigem Luftwiderstand und einem Innenraum, der größer wirkt, als die Außenmaße erwarten lassen.
Welche Motoren im GS arbeiteten
Luftgekühlte Vierzylinder-Boxer mit zunächst 1,0 Litern, später 1,2 und 1,3 Litern. Sie drehen hoch, klingen dabei kernig und bleiben im Innenraum leise. In kleiner Zahl baute Citroën außerdem den GS Birotor mit Wankelmotor, der heute zu den seltensten Citroën gehört.
Wie aus dem GS der GSA wurde
1979 bekam der Wagen eine große Heckklappe, ein neues Armaturenbrett mit den bekannten Satellitenschaltern und Stoßfänger aus Kunststoff. Als GSA lief er bis 1986, bevor der BX das Feld übernahm.
Daran erkennt man heute einen guten GS
Bodengruppe, Federbeindome, Radhäuser und die Schweller. Die Hydraulik ist unkompliziert, solange das Medium gewechselt wurde. Ein Wagen mit Historie ist bei diesem Modell selten und deshalb das bessere Ziel als ein günstiges Objekt.
Der GS ist die Mittelklasse, die sich benahm, als wäre sie eine Oberklasse.

Quellen
Was Leser über den Citroën GS fragen
Warum ist die Federung des GS besonders?
Weil ein Mittelklassewagen von 1970 normalerweise Blattfedern oder Schraubenfedern hatte und der GS die Hydropneumatik bekam. Er hält die Höhe unabhängig von der Beladung, federt lange Wellen weg und lässt sich zum Radwechsel anheben. Das kannte man sonst nur von der DS.
Was ist der Unterschied zwischen GS und GSA?
Der GSA von 1979 hat eine große Heckklappe statt des separaten Kofferraums, ein anderes Armaturenbrett mit Satellitenschaltern und Kunststoffstoßfänger. Technisch blieb alles bei der Grundidee, der Hubraum wuchs zuletzt auf 1,3 Liter.
Warum sind heute so wenige übrig?
Weil der GS gnadenlos rostete und als Gebrauchtwagen wenig wert war. Wer heute einen sucht, prüft zuerst die Bodengruppe, die Federbeindome und die Radhäuser; Technik und Hydraulik sind über die Szene gut zu bekommen.




