Was man über den Jetta I wissen muss
- Der Jetta kam im Sommer 1979: ein Golf I mit angesetztem Stufenheck und einem Kofferraum, der größer war als der des Passat.
- Zwei oder 4 Türen, Motoren von 50 bis 112 PS; der GLI von 1980 hatte die Technik des GTI im Anzug.
- In Deutschland ein Auto der Vernunft, in Amerika ein Erfolg, der Jetta wurde dort der meistverkaufte europäische Wagen.
- Rund 570 Tausend Stück bis 1984; überlebt haben wenige, und ein Jetta I ist heute seltener zu sehen als ein Golf I GTI.
Der Jetta war die Antwort auf eine Frage, die viele Golf-Käufer stellten: Wo ist der Kofferraum? Im Sommer 1979 setzte Volkswagen dem Golf I ein Stufenheck an, gab ihm Doppelscheinwerfer und einen eigenen Grill, und hatte eine Limousine, die in Deutschland die Vernunft ansprach und in Amerika die Herzen.
Was den Jetta I ausmachte: Kofferraum und Amerika
Darum ist der Jetta I ein Golf mit Kofferraum
Bis zur B-Säule war der Jetta ein Golf, dahinter ein eigenes Auto: ein Stufenheck mit einem Kofferraum, der größer war als der des Passat. Zwei oder 4 Türen, Motoren vom 1,1-Liter mit 50 PS bis zum 1,6-Liter mit 85 PS, der Diesel mit 54 PS und ab 1980 der GLI mit dem Einspritzer des GTI, 110 und später 112 PS. Innen der Golf: dasselbe Armaturenbrett, dieselben Sitze, derselbe Schaltknauf.
Warum der Jetta in Amerika mehr galt als in Deutschland
In Deutschland kauften den Jetta die, denen der Golf zu sportlich oder zu jugendlich war. In den USA wurde er zum Volkswagen schlechthin, eine Limousine mit europäischer Straßenlage, gebaut in Westmoreland, Pennsylvania. Rund 570 Tausend Stück entstanden bis 1984, dann kam der Jetta II mit dem Golf II.

Deshalb ist der Jetta I ein übersehener Klassiker
Kaum ein Jetta I wurde gesammelt. Sie fuhren, bis der TÜV nein sagte, und verschwanden. Wer heute einen findet, findet ein seltenes Auto mit der Technik des Golf I, den Teilen des Golf I und den Preisen eines Nischenklassikers, und im GLI einen GTI, den keiner erkennt.
Was heute beim Jetta I zählt
- Rost wie beim Golf I: Radläufe, Schweller, Türen, Kofferraumboden, Frontblech, und der Bereich um die Heckscheibe, den der Golf nicht hat.
- Karosserieteile für das Heck sind rar; alles vor der B-Säule teilt der Jetta mit dem Golf.
- GLI ist der gesuchte; ein originaler mit Historie ist das seltenste Auto dieser Reihe.
Der Jetta I ist der Golf, den keiner beachtet hat, und darum heute eine echte Seltenheit. In der Kartei steht er für alle Autos, deren Historie vor allem aus Alltag besteht.

Foto: Calreyn88 · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Leser über den Jetta I fragen
Was ist der Unterschied zwischen Golf I und Jetta I?
Der Jetta trägt hinter der B-Säule eine eigene Karosserie mit Stufenheck und großem Kofferraum, dazu Doppelscheinwerfer und eigenen Grill. Technik, Fahrwerk, Motoren und Innenraum sind die des Golf I.
Gab es einen Jetta GTI?
Er hieß GLI: ab 1980 mit dem 1,6-Liter-Einspritzer des GTI und 110 PS, später 1,8 Liter mit 112 PS, sportlicher Ausstattung und Sportfahrwerk, der GTI mit Kofferraum.
Warum ist der Jetta I so selten?
Weil er in Deutschland vor allem ältere Käufer fand, die ihn lange fuhren und dann verschrotteten, und weil er nie als Sammlerstück galt. Die Szene hat ihn spät entdeckt; die Preise sind noch moderat.






