Was man über den VW LT wissen muss
- LT steht für Lasten-Transporter, die Zahl dahinter für das zulässige Gesamtgewicht: LT 28 heißt 2,8 Tonnen, LT 55 heißt 5,5.
- Gebaut wurde die erste Generation von 1975 bis 1996 in Hannover, in 21 Jahren entstanden knapp 500.000 Fahrzeuge.
- Er war der erste Volkswagen-Transporter mit Frontmotor und Wasserkühlung, vier Jahre bevor der T3 diesen Weg ging.
- Es gab ihn als Kasten, Pritsche, Doppelkabine, Bus und Fahrgestell; Wohnmobilaufbauten von Westfalia und anderen machten ihn zum Reisefahrzeug.
Der LT ist der Volkswagen, den die meisten übersehen, obwohl er 21 Jahre lang gebaut wurde. Bis 1975 endete das Transporterprogramm beim Bulli, und wer mehr laden wollte, kaufte bei Mercedes oder Ford. Dann stellte Volkswagen in Hannover einen Wagen daneben, der mit dem Bulli nichts gemein hatte außer dem Zeichen auf der Haube.
Was den LT ausmachte: ein eigener Anfang
Warum er alles anders machte als der Bulli
Der Motor sitzt vorn zwischen den Sitzen unter einer Haube, gekühlt mit Wasser, angetrieben werden die Hinterräder. Der Aufbau steht auf einem Leiterrahmen, die Vorderachse hat Einzelradaufhängung, hinten arbeiten Blattfedern. Damit ließ sich vom leichten Kastenwagen bis zum 5,6-Tonner alles bauen, und genau das tat Volkswagen.
Welche Aufbauten es gab
Kasten, Hochraumkasten, Pritsche, Doppelkabine, Kombi, Bus mit bis zu 13 Sitzen und das nackte Fahrgestell für Aufbauhersteller. Feuerwehren, Post, Handwerk und Reiseveranstalter nutzten ihn, und Westfalia baute daraus Wohnmobile, die bis heute unterwegs sind.
Darum steht der LT heute im Schatten
Er war Werkzeug, kein Liebhaberstück. Fahrzeuge wurden gefahren, bis sie nicht mehr fuhren, und dann verschrottet. Erhalten haben sich vor allem zwei Gruppen: die Wohnmobile, weil sie geschont wurden, und die Feuerwehrfahrzeuge, weil sie wenig Kilometer sahen und trocken standen.
Was heute beim VW LT zählt
- Rost sitzt an den Radläufen, den Türunterkanten, den Schwellern und am Übergang vom Aufbau zum Rahmen. Bei Wohnmobilen kommen die Durchbrüche für Fenster und Klappen dazu.
- Der Antrieb entscheidet über die Laufleistung: Die Volvo-Sechszylinder-Diesel halten sehr lange, die Ottomotoren sind durstig und heute selten.
- Papiere und Gewicht: Ein LT über 3,5 Tonnen verlangt den passenden Führerschein, und eine Umschreibung auf ein geringeres Gesamtgewicht ist keine Formsache.
Der LT steht in der Kartei für die Arbeit, die niemand fotografiert hat. Wer einen hat, hält meistens den letzten seiner Baureihe in der Gegend.

Quellen
Was Leser über den VW LT fragen
Was unterscheidet den LT vom Bulli?
Größe und Bauart. Der T2 und T3 tragen den Motor hinten, der LT vorn unter einer Haube zwischen den Sitzen, und er trägt bis zu 5,6 Tonnen, wo ein Bulli bei 2,8 aufhört. Der LT ist der Lastwagen, der Bulli das Auto.
Welche Motoren hat der LT?
Ottomotoren mit 2,0 bis 2,4 Litern und 75 bis 95 PS, Dieselmotoren mit 2,4 bis 2,8 Litern und 65 bis 109 PS. Der Sechszylinder-Diesel mit 2,4 Litern stammt aus dem Volvo-Regal und gilt als der dauerhafteste Antrieb der Baureihe.
Lohnt ein LT als Wohnmobil?
Als Basis ja: Der Rahmen trägt viel, die Technik ist einfach, Teile für Motor und Bremsen gibt es. Die Karosserie ist die Schwachstelle, und ein Aufbau von 1985 bringt eigene Themen mit, von der Dichtung bis zur Elektrik.







