Was man über den VW Santana wissen muss
- Der Santana ist die viertürige Stufenhecklimousine auf Basis des Passat B2, vorgestellt 1981 und in Europa bis 1985 gebaut.
- 198.505 Fahrzeuge entstanden für den europäischen Markt, deutlich weniger als vom Passat gleicher Bauzeit.
- Front, Heck und Ausstattung waren eigenständig: breite Rückleuchten, ein umlaufendes Band aus Stoßfängern und Zierleisten, hochwertigere Innenräume.
- In China lief der Santana ab 1983 bei Shanghai Volkswagen vom Band und wurde dort über 3 Millionen Mal gebaut, bis 2012.
Der Santana ist ein Passat, dem Volkswagen 1981 einen eigenen Namen gab, weil er eine eigene Kundschaft ansprechen sollte. Wer damals eine Limousine kaufte, kaufte keine Variante, sondern ein Auto mit Kofferraum, und dafür brauchte es mehr als einen Zusatz auf dem Typschild.
Was den Santana ausmachte: Eigenständigkeit im Detail
Was anders war als beim Passat
Die Frontpartie mit eigenen Scheinwerfern und Blinkern, ein umlaufendes Band aus Stoßfängern und Seitenschutzleisten auf einer Höhe, breite quer liegende Rückleuchten und eine Kofferraumklappe, die über der Stoßstange endet. Innen gab es mehr Ausstattung als im Passat, vom Drehzahlmesser bis zu den Stoffen.
Was unter dem Blech steckt
Die Technik des Passat B2: Vierzylinder mit 1,3 bis 1,8 Litern, dazu der Fünfzylinder mit 1,9 und 2,0 Litern aus dem Audi-Regal, Diesel mit 1,6 Litern. Frontantrieb, quer eingebauter Motor, 4 oder 5 Gänge. Der Fünfzylinder machte aus der sachlichen Limousine ein zügiges Auto.
Darum lebte der Santana zweimal
In Europa endete die Baureihe 1985, und die Stufenheckversion hieß danach wieder Passat. In China begann die Geschichte genau dort: Shanghai Volkswagen baute den Santana ab 1983 und hörte erst 2012 damit auf, nach über 3 Millionen Fahrzeugen. In Brasilien lief er parallel weiter, dort auch als Kombi Quantum.
Was heute beim VW Santana zählt
- Rost an Radläufen, Schwellern, Endspitzen und der Kante unter der Heckscheibe, dazu die Wagenheberaufnahmen.
- Der Fünfzylinder ist die gesuchte Maschine und das Teil, das den Wagen trägt. Zahnriemen und Zylinderkopfdichtung sind die üblichen Themen.
- Zierleisten und Rückleuchten sind eigen und gebraucht schwer zu bekommen; Technikteile teilt er sich mit dem Passat B2.
Der Santana steht in der Kartei für den Passat, der nicht so heißen wollte. Wer einen hat, hält das Auto, das in China eine ganze Generation transportiert hat.

Quellen
Was Leser über den VW Santana fragen
Ist der Santana ein eigenes Modell oder ein Passat?
Technisch ist er der Passat B2, karosserieseitig ab den hinteren Türen ein eigenes Auto. Volkswagen gab ihm denselben Rang wie dem Jetta neben dem Golf: eine Limousine mit eigenem Namen für Kunden, die kein Fließheck wollten.
Warum ist der Santana in China so bekannt?
Er war das erste Auto, das Shanghai Volkswagen ab 1983 in Serie baute, und er blieb es fast drei Jahrzehnte lang. Für eine ganze Generation war der Santana das Taxi, der Dienstwagen und das erste eigene Auto.
Wie viele Santana gibt es in Deutschland noch?
Wenige. Er war ein sachliches Dienstauto, das gefahren und ersetzt wurde. Wer einen sucht, findet ihn eher in gepflegter Erstbesitzhand als im Handel, und meistens mit dem Fünfzylinder.






