Was man über den Scirocco I wissen muss
- Der Scirocco kam im März 1974, 2 Monate vor dem Golf, auf dessen Technik er stand, ein Coupé von Giugiaro, gebaut bei Karmann in Osnabrück.
- Motoren von 50 bis 85 PS, ab 1976 der GTI mit 110 PS aus dem Golf GTI; der Scirocco war der schnellere Golf.
- Das Facelift 1977 brachte größere Stoßfänger und Rückleuchten, 1979 kam das Sondermodell Storm mit Leder.
- Rund 504 Tausend Stück bis 1981; der Scirocco I ist heute seltener als der Golf I GTI und im Originalzustand eine Rarität.
Der Scirocco war der Vorbote. Im März 1974, 2 Monate vor dem Golf, stellte Volkswagen ein Coupé vor, das auf der Technik des kommenden Golf stand: Quermotor, Frontantrieb, Schräglenker hinten, gezeichnet von Giorgetto Giugiaro und gebaut von Karmann in Osnabrück, wo bis dahin der Karmann Ghia entstand. Der Scirocco war der schnellere, flachere, schönere Golf, und er kam zuerst.
Was den Scirocco I ausmachte: Motoren und Karmann
Welche Motoren den Scirocco I antrieben, von 50 bis 110 PS
Der Scirocco startete mit 1,1 Litern und 50 PS und reichte bis zum 1,5 mit 85 PS. 1976 kam der GTI mit dem Einspritzer des Golf GTI und 110 PS, der Scirocco war damit das schnellste Auto von Volkswagen. Später hieß er GLI und bekam 1,8 Liter mit 112 PS. Das Facelift 1977 brachte größere Stoßfänger und breite Rückleuchten, 1979 das Sondermodell Storm mit Leder und Metalliclack.
Warum der Scirocco I bei Karmann gebaut wurde
Jeder Scirocco I entstand bei Karmann: Rohbau, Lackierung, Endmontage. Das Werk baute gleichzeitig das Golf Cabriolet und später den Scirocco II, und die Qualität war die eines Manufakturbetriebs. Rund 504 Tausend Stück entstanden bis 1981, viele davon gingen in die USA.

Darum ist der Scirocco I heute selten
Der Scirocco I wurde gefahren, getunt, verheizt. Überlebt haben wenige, im Originalzustand noch weniger, und ein früher Wagen mit runden Scheinwerfern ist heute ein Sammlerstück. Der GTI ist der gesuchte, der Storm die Rarität.
Was heute beim Scirocco I zählt
- Rost an Radläufen, Schwellern, Türen, Federbeindomen, Frontblech und Heckklappe.
- Technik teilt der Scirocco mit dem Golf I: Motor, Getriebe, Fahrwerk sind zu haben; Karosserie- und Zierteile sind selten.
- Originalität entscheidet: Ein Scirocco mit Sportfahrwerk und breiten Rädern ist Geschmack, ein unangetasteter ist Wert.
Der Scirocco I ist der Golf, der vor dem Golf kam. In der Kartei ist er das Coupé der Siebziger, das heute Kenner fahren, und dessen Historie oft mit einem Umbau beginnt und mit einer Restaurierung endet.

Foto: Rutger van der Maar · CC BY 2.0
Quellen
Was Leser über den Scirocco I fragen
Warum kam der Scirocco vor dem Golf?
Volkswagen wollte die neue Technik, Quermotor, Frontantrieb, erst im Coupé mit kleiner Stückzahl erproben, bevor der Golf in Millionen kam. Karmann baute den Scirocco, Wolfsburg den Golf.
Welche Motoren hat der Scirocco I?
1,1 Liter mit 50 PS, 1,5 mit 70 und 85 PS, 1,6 mit 75 und 85 PS und ab 1976 der 1,6-Liter-Einspritzer des GTI mit 110 PS, später als GLI mit 1,8 Litern und 112 PS.
Was rostet am Scirocco I?
Radläufe, Schweller, Türunterkanten, die Federbeindome, das Frontblech und der Bereich um die Heckklappe. Ein Scirocco I ohne Rostarbeiten ist selten; ein ehrlich restaurierter das Ziel.






