Was man über den Renault 12 wissen muss
- Der 12 hatte 1969 auf dem Pariser Salon Premiere und war als Auto für alle 5 Kontinente gedacht.
- Frontantrieb, Längsmotor, Starrachse hinten: robust gebaut für Straßen, die keine sind.
- Ab November 1970 gab es den Gordini mit 1,6-Liter-Vierzylinder, 125 PS und 185 km/h.
- In Rumänien lief er ab 1969 als Dacia 1300, wo die Limousinen erst im Juli 2004 nach 1.959.730 Stück endeten.
1969 stellte Renault in Paris eine Limousine vor, die nicht für Frankreich gedacht war, sondern für die ganze Welt. Der 12 sollte überall fahren können: auf Landstraßen in Rumänien, auf Pisten in Argentinien und auf der Autobahn nach Lyon. Er hat das gehalten, länger als jedes andere Modell der Marke.
Was hinter dem Weltauto steckte
Motor längs vorn, Antrieb auf die Vorderräder, hinten eine Starrachse an Längslenkern statt der aufwendigen Einzelradaufhängung des 16. Das ist einfacher, billiger und hält mehr aus. Dazu ein großer Kofferraum, eine Karosserie mit klaren Kanten und ab 1970 der Break, der bald die halbe Produktion ausmachte.
Der Gordini und die schnellen Jahre
Ab November 1970 trug der Gordini das sportliche Erbe des 8 Gordini weiter: 1,6 Liter, 2 Doppelvergaser, rund 125 PS, 5 Gänge, 185 km/h. In Blau mit weißen Streifen ist er das Bild, das viele vom 12 im Kopf haben, obwohl er nur einen kleinen Teil der Stückzahl ausmacht.
Wie lange er wirklich gebaut wurde
In Europa lief der 12 bis 1980, in Rumänien als Dacia 1300 und dessen Nachfolger bis Juli 2004, in der Türkei als Renault Toros, in Argentinien und Kolumbien bis in die 1990er. Allein die rumänischen Limousinen kamen auf 1.959.730 Stück.
Daran erkennt man heute einen guten Renault 12
Schweller, Radläufe, Bodenblech, Federbeindome und die Aufnahmen der Hinterachse. Die Technik ist unkompliziert und über die Dacia-Ecke gut versorgt. Ein Break ist heute seltener als die Limousine, ein echter Gordini braucht Papiere.
Der Renault 12 ist das Auto, das auf 5 Kontinenten dasselbe konnte: fahren.

Quellen
Was Leser über den Renault 12 fragen
Warum heißt der Renault 12 ein Weltauto?
Weil er von Anfang an für Märkte außerhalb Europas gebaut wurde. Robuste Technik, viel Federweg und einfache Wartung machten ihn in Rumänien, der Türkei, Argentinien, Australien und Spanien zum Alltagsauto. Renault baute ihn in Europa bis 1980, anderswo lief er Jahrzehnte weiter.
Was ist der Renault 12 Gordini?
Die sportliche Ausführung ab November 1970, die den 8 Gordini ablöste. Sie hat einen 1,6-Liter mit 2 Doppelvergasern, rund 125 PS, 5 Gänge und läuft 185 km/h. Die blauen Wagen mit weißen Streifen sind heute gesuchte Sammlerstücke.
Was ist der Unterschied zwischen Renault 12 und Dacia 1300?
Der Dacia 1300 ist der Renault 12 in Lizenz, gebaut in Pitești ab August 1969. Technisch entspricht er der frühen Serie, später entwickelte Dacia eigene Fronten und Ausführungen. Wer Teile sucht, findet über die Dacia-Szene oft mehr als über die französische.

