Was man über den Renault Espace der ersten Reihe wissen muss
- Die Idee kam 1978 von Philippe Guédon bei Matra, gezeichnet hat den Wagen Antoine Volanis.
- Der Aufbau besteht aus einem verzinkten Stahlrahmen mit einer Haut aus laminiertem Polyester: rostfrei und leicht.
- Im ersten Monat gingen 9 Bestellungen ein, im ersten Jahr verließen 5.923 Wagen das Werk in Romorantin.
- 191.674 Wagen entstanden bis 1990, und die Fahrzeugklasse des Großraumwagens war damit in Europa etabliert.
1978 brachte Philippe Guédon, Technischer Direktor bei Matra, eine Idee aus den USA mit: ein Fahrzeug, halb Bus, halb Limousine. Antoine Volanis zeichnete es, Renault verkaufte es ab 1984, und im ersten Monat gingen 9 Bestellungen ein. Ein paar Jahre später hatte Europa eine neue Fahrzeugklasse.
Wie der Espace gebaut ist
Ein verzinkter Stahlrahmen trägt, darüber sitzen Karosserieteile aus laminiertem Polyester. Diese Bauweise beherrschte Matra aus dem Sportwagenbau, und sie ist bei kleinen Stückzahlen billiger als Presswerkzeuge für Blech. Gebaut wurde in Romorantin.
Was den Innenraum ausmacht
Ein ebener Boden, eine hohe Sitzposition, 7 Einzelsitze, die sich herausnehmen und drehen lassen, und eine Rundumsicht wie in einem Reisebus. Was heute selbstverständlich klingt, gab es 1984 in keinem Pkw. Angeboten wurde der Wagen mit 2,0-Liter-Benziner und 109 PS sowie als Turbodiesel mit 88 PS.
Wie aus 9 Bestellungen ein Markt wurde
Im ersten Jahr verließen 5.923 Wagen das Werk. Danach stiegen die Zahlen stetig, bis 1990 waren es 191.674. Alle Hersteller Europas bauten in den folgenden Jahren ihre eigenen Großraumwagen, und die Klasse war gesetzt.
Daran erkennt man heute einen guten Espace I
Der Stahlrahmen unter der Kunststoffhaut, besonders an den Achsaufnahmen, dazu Elektrik und Kühlung. Die Karosserie rostet nicht, was erhaltene Wagen begünstigt. Innenraumteile und Verkleidungen sind der Engpass.
Der erste Espace ist der Wagen, den anfangs niemand wollte und später jeder nachbaute.

Quellen
Was Leser über den Renault Espace der ersten Reihe fragen
Warum hat der Espace eine Karosserie aus Kunststoff?
Weil Matra diese Bauweise beherrschte und sie bei kleinen Stückzahlen billiger ist als Blechpresswerkzeuge. Ein verzinkter Stahlrahmen trägt, darüber sitzen Teile aus laminiertem Polyester. Sie rosten nicht, was erhaltene Wagen heute begünstigt, aber Reparaturen verlangen einen Fachmann.
Warum verkaufte sich der Espace anfangs so schlecht?
Weil niemand wusste, was das für ein Auto sein sollte. Im ersten Verkaufsmonat gingen 9 Bestellungen ein. Erst als Familien merkten, dass 7 Sitze, ein ebener Boden und herausnehmbare Einzelsitze den Alltag verändern, drehte sich der Markt. Danach war die Klasse erfunden.
Worauf achtet man beim Kauf eines Espace I?
Auf den Stahlrahmen unter der Kunststoffhaut, besonders an den Aufnahmen der Achsen, dazu auf Elektrik und Kühlung. Die Karosserie rostet nicht, der Rahmen schon. Ersatzteile für Innenraum und Verkleidungen sind der Engpass.
