Was man über den Renault 6 wissen muss
- Der 6 stand 1968 auf dem Pariser Salon und lief bis 1986.
- Technisch ist er ein R4: Frontantrieb, Drehstabfederung, Schalthebel im Armaturenbrett, dazu der unterschiedlich lange Radstand links und rechts.
- Die Form nimmt die Linie des größeren 16 auf: kantiger, mit großer Heckklappe und mehr Komfort als der 4.
- Er war Renaults Angebot an alle, denen der 4 zu einfach und der 16 zu teuer war.
1968 zeigte Renault auf dem Pariser Salon ein Auto für alle, denen der 4 zu karg und der 16 zu groß war. Der 6 nimmt die Technik des einen und die Form des anderen: darunter der bewährte Aufbau des R4, darüber eine kantige Karosserie mit großer Heckklappe.
Was unter dem Blech steckt
Frontantrieb, Motor längs, Drehstabfederung, Einzelradaufhängung und der Schalthebel, der aus dem Armaturenbrett kommt. Wie beim 4 und beim 16 liegen die Drehstäbe hinten quer hintereinander, weshalb der Radstand links und rechts unterschiedlich lang ist. Die Motoren reichen von 845 cm³ bis 1.108 cm³.
Wofür er gebaut wurde
Der 6 sollte Käufer halten, die aus dem 4 herauswuchsen, ohne gleich einen 16 zu bezahlen. Er bietet mehr Dämmung, bessere Sitze, mehr Platz und eine Heckklappe, die den Kofferraum zum Laderaum macht. In Spanien, Argentinien und Kolumbien lief er in Lizenz weiter.
Warum er heute selten ist
Er war ein Gebrauchsauto ohne Aura, das gefahren wurde, bis es durchgerostet war. Während der 4 zum Kultobjekt wurde, verschwand der 6 fast vollständig. Wer heute einen sucht, findet meist Wagen aus Frankreich oder Spanien.
Daran erkennt man heute einen guten Renault 6
Bodenblech, Schweller, Radläufe und die Aufnahmen der Drehstäbe. Die Technik teilt er mit dem 4, entsprechend gut ist die Teileversorgung. Ein Wagen mit dem 1.108er Motor und vollständigem Innenraum ist der bessere Kauf.
Der Renault 6 ist der 4 für alle, die etwas mehr wollten und nicht viel mehr ausgeben konnten.

Quellen
Was Leser über den Renault 6 fragen
Was ist der Unterschied zwischen Renault 4 und Renault 6?
Die Karosserie und die Ausstattung, nicht die Technik. Der 6 hat mehr Platz, bessere Sitze, mehr Dämmung und eine Form, die an den 16 erinnert. Darunter arbeiten Frontantrieb, Drehstabfederung und das Getriebe mit dem Hebel im Armaturenbrett, alles bekannt aus dem 4.
Warum ist der Radstand beim Renault 6 unterschiedlich lang?
Weil die Drehstäbe der Hinterachse quer hintereinander liegen. Dadurch sitzt ein Hinterrad einige Zentimeter weiter hinten als das andere. Renault benutzte diese Bauweise auch im 4 und im 16, spürbar ist davon beim Fahren nichts.
Worauf achtet man beim Kauf eines Renault 6?
Auf Rost an Bodenblech, Schwellern, Radläufen und den Aufnahmen der Drehstäbe. Die Technik ist einfach und über die R4-Szene gut versorgt. Wagen mit dem 1,1-Liter fahren sich merklich kräftiger als die frühen mit 845 cm³.
