Was man über Renault 20 und 30 wissen muss
- Der 30 stand im März 1975 in Genf, der schwächer motorisierte 20 mit Vierzylindern folgte 1976.
- Statt einer Stufenhecklimousine wie BMW oder Mercedes zeichnete Gaston Juchet ein Fließheck mit großer Klappe.
- Der V6 mit 2.664 cm³ stammt aus der Gemeinschaft von Peugeot, Renault und Volvo, kurz PRV, und leistet zuerst 131, ab 1978 als Einspritzer 143 PS.
- Rund 145.000 Wagen entstanden bis 1984 im Werk Sandouville.
Im März 1975 stellte Renault in Genf einen großen Wagen vor, der die deutsche Konkurrenz mit einem anderen Gedanken angriff: Statt Stufenheck bekam der 30 eine große Klappe, gezeichnet von Gaston Juchet. Das war praktischer als alles, was BMW und Mercedes in dieser Klasse anboten, und genau das machte es den Käufern schwer.
Was Renault sich dabei dachte
Ein Fließheck mit umklappbarer Rückbank, Frontantrieb und viel Platz, aufgebaut auf den Erfahrungen mit dem 16. 1976 folgte der 20 mit Vierzylindern und einfacherer Ausstattung, ab 1978 auch als Diesel. Die Baureihe war damit von 1,6 bis 2,7 Litern lückenlos besetzt.
Der Motor, den 3 Marken teilten
Der V6 mit 2.664 cm³ ist der PRV, entwickelt von Peugeot, Renault und Volvo. Ursprünglich sollte es ein V8 werden, doch die Ölkrise von 1973 und neue Steuern auf große Hubräume strichen 2 Zylinder. Im 30 leistet er 131 PS, ab 1978 mit Einspritzung 143 PS. Derselbe Motor arbeitet im Volvo 264, im Peugeot 604 und später im DeLorean.
Warum die Baureihe im Schatten blieb
Rund 145.000 Wagen in 9 Jahren sind wenig für ein Modell dieser Größe. In Frankreich fuhren sie als Dienstwagen, in Deutschland blieb der Ruf der Marke im Weg. Heute ist der 30 TX mit Einspritzer und Automatik ein Auto, das man auf Treffen kaum sieht.
Daran erkennt man heute einen guten 20 oder 30
Radläufe, Schweller, Bodenblech, Federbeindome und die Kanten der Heckklappe. Der V6 braucht saubere Kühlung und eingestellte Ventile, die Vierzylinder sind genügsamer. Teile findet man am ehesten über die französische Szene.
Der Renault 30 ist die Oberklasse, die schon 1975 eine Heckklappe hatte.
Quellen
Was Leser über Renault 20 und 30 fragen
Was ist der Unterschied zwischen Renault 20 und Renault 30?
Der 30 hat den V6 und 4 Scheinwerfer, der 20 die Vierzylinder und 2 Scheinwerfer. Karosserie und Innenraum sind bis auf die Ausstattung gleich. Ab 1978 gab es im 20 auch den 2,1-Liter-Diesel, der die Baureihe für Vielfahrer interessant machte.
Was ist der PRV-V6?
Ein 2,7-Liter-V6, den Peugeot, Renault und Volvo gemeinsam entwickelten. Er entstand aus einem geplanten V8, dem 2 Zylinder gestrichen wurden, nachdem die Ölkrise große Motoren unverkäuflich machte. Derselbe Motor arbeitet im Volvo 264, im Peugeot 604 und im DeLorean DMC-12.
Warum ist der Renault 30 heute so selten?
Weil er rostete und in Deutschland nie viele Käufer fand. 145.000 Wagen sind für 9 Jahre Bauzeit wenig. Wer heute einen sucht, prüft Radläufe, Schweller, Bodenblech und die Heckklappe und plant Zeit für die Suche nach Teilen ein.

