Was man über den Audi 80 B3 wissen muss
- 1986 bis 1991 gebaut, 1.297.801 Stück, davon 668.764 exportiert.
- Vollverzinkte Karosserie mit einem cw-Wert von 0,29, einem der besten seiner Zeit.
- Procon-ten: Bei einem Frontalaufprall zog ein Seilzug das Lenkrad vom Fahrer weg, der Vorläufer des Airbags.
- 70 bis 137 PS als 80, der 90 mit Fünfzylinder darüber, dazu quattro für fast jede Version, Coupé ab 1988 und Cabriolet ab 1991.
Der B3 war der Audi 80, mit dem Ingolstadt die Mittelklasse neu zeichnete: weiche Formen, bündige Scheiben, ein cw-Wert von 0,29 und eine Karosserie, die vollständig verzinkt war. J. Mays und Hartmut Warkuss hatten ihn entworfen, und er sah 1986 aus wie kein anderes Auto seiner Klasse.
Warum die Verzinkung alles änderte
Ein Audi 80 B1 rostete, ein B3 rostet fast nicht. Audi tauchte die ganze Karosserie in Zink und gab 10 Jahre Garantie gegen Durchrostung, was damals niemand sonst tat. Das Ergebnis sieht man heute: B3 mit 300.000 Kilometern und heilem Blech sind normal, und wer einen kauft, prüft die Technik, nicht die Schweller.
Die Reihe im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 80 1,6 / 1,8 | 70 bis 90 PS | Die Basis, mit und ohne Kat |
| 80 2,0 E | 113 bis 137 PS | Vierzylinder mit Einspritzung, ab 1988 16V |
| 90 2,0 / 2,3 | 115 bis 136 PS | Fünfzylinder, bessere Ausstattung |
| 90 quattro 20V | 170 PS | Die Spitze der Limousinen |
| Coupé S2 | 220 PS | Turbo-Fünfzylinder, quattro, ab 1990 |
| 1,6 / 1,9 D | 54 bis 80 PS | Diesel und Turbodiesel |
Was der quattro hier bedeutet
Fast jede Version gab es mit permanentem Allradantrieb, vom 80 1,8 bis zum 90 20V. Der B3 war das Auto, mit dem quattro vom Sportwagen in den Alltag kam, und ein 80 quattro ist heute ein Winterauto mit Klassikerstatus.
Wie sich ein B3 heute fährt
Ruhig, leise, mit einer Karosserie, die sich fester anfühlt als alles davor. Der Fünfzylinder des 90 klingt nach Audi, der Vierzylinder des 80 nach Vernunft. Die Sitze sind gut, die Übersicht auch.
Das bleibt vom Audi 80 B3
Er hat den Ruf von Audi in der Mittelklasse begründet, mit Verzinkung, Aerodynamik und quattro. Erhalten sind viele, weil sie nicht rosten, und gute Wagen kosten noch wenig, was sich beim Coupé und beim 90 quattro gerade ändert.
Was heute beim Audi 80 B3 zählt
- Technik statt Blech: Kofferraumboden, Kabelbrüche, Türverkleidungen, Himmel.
- Lenkgetriebe: neigt zum Schwitzen.
- Procon-ten: Zustand der Züge prüfen.
- quattro: Verteilergetriebe und Antriebswellen gehören zur Besichtigung.
Der Audi 80 B3 ist das Auto, das aufhörte zu rosten. In der Kartei steht er als der Audi, mit dem der Ruf begann.

Foto: Rudolf Stricker · Namensnennung
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Audi 80 B3 fragen
Rostet ein verzinkter Audi?
Kaum an der Karosserie, aber nicht nirgends. Kofferraumboden, Türverkleidungen, Kabelbrüche und der Himmel sind die Themen, dazu ein Lenkgetriebe, das zum Schwitzen neigt. Ein B3 mit 300.000 Kilometern und heiler Karosserie ist normal.
80 oder 90?
Der 80 fährt mit Vierzylindern von 1,6 bis 2,0 Litern, der 90 mit dem Fünfzylinder von 2,0 und 2,3 Litern und besserer Ausstattung. Der 90 quattro 20V mit 170 PS ist die Spitze der Limousinen, das Coupé S2 mit 220 PS Turbo die Spitze der Reihe.
Was war Procon-ten?
Ein Seilzugsystem, das bei einem Frontalaufprall den nach hinten wandernden Motor nutzte, um das Lenkrad vom Fahrer weg und die Gurte straff zu ziehen. Es kam mit dem B3 und verschwand mit dem Airbag. Beim Kauf gehört ein Blick auf den Zustand der Züge dazu.
Ist der B3 ein Youngtimer?
Die frühen Wagen von 1986 sind über 30 Jahre alt und H-fähig. Gute Limousinen sind noch bezahlbar, das Coupé und der 90 quattro ziehen an, das Cabriolet lief bis 2000 weiter und hat seinen eigenen Markt.












