Was man über den Golf III wissen muss
- Der Golf III kam im August 1991: runder, schwerer, sicherer, mit Airbags, ABS und Gurtstraffern als erstem Golf und dem Euro-NCAP-Gedanken vor Euro NCAP.
- Der VR6 mit 2,8 Litern und 174 PS brachte den ersten Sechszylinder in die Kompaktklasse; der TDI mit 90 und 110 PS den Diesel, der die Neunziger prägte.
- Zum ersten Mal gab es den Golf als Variant und ein Cabriolet auf der aktuellen Karosserie, beide von 1993.
- Rund 4,8 Millionen Stück, Auto des Jahres 1992; seit 2021 sind die ersten Golf III H-Kennzeichen-fähig.
Der Golf III war der Golf, der auf Sicherheit setzte. Er kam im August 1991, runder als sein Vorgänger, schwerer und steifer, mit Airbags, ABS und Gurtstraffern, die es im Golf bis dahin nicht gab. Auto des Jahres 1992, und das Auto, mit dem der Golf endgültig die Mittelklasse berührte.
Was den Golf III ausmachte: VR6, TDI, Variant und Cabriolet
Warum VR6 und TDI den Golf III prägten
Zwei Motoren machten den Golf III besonders. Der VR6 mit 2,8 Litern und 174 PS war der erste Sechszylinder in der Kompaktklasse, ein V-Motor mit 15 Grad Zylinderwinkel, so schmal, dass er quer unter die Haube passte. Und der TDI, ab 1993 mit 90 und ab 1996 mit 110 PS, brachte den Direkteinspritzer-Diesel in den Golf, sparsam, drehmomentstark, der Motor der Neunziger. Dazwischen: der GTI mit 115 PS, der GTI 16V mit 150, der Diesel mit 64 PS, das Basismodell mit 60.
Was Variant und Cabriolet zum Golf III beitrugen
1993 kam zum ersten Mal ein Golf Variant, ein Kombi mit langem Dach, der die Lücke zum Passat schloss. Im selben Jahr löste das Golf III Cabriolet von Karmann das Golf I Cabriolet ab, wieder mit Überrollbügel, jetzt auf der aktuellen Karosserie, und es lebte bis 2002 mit dem Gesicht des Golf IV weiter.

So wurde der Golf III vom Alltagsauto zum Youngtimer
Der Golf III war lange das günstigste Auto auf dem Gebrauchtmarkt und darum das Auto vieler Fahranfänger. Die guten Exemplare wurden selten, die Preise für VR6 und GTI stiegen, und seit 2021 bekommen die ersten das H-Kennzeichen. Was bleibt, ist ein Auto, das man noch im Alltag fahren kann.
Was heute beim Golf III zählt
- Rost an den Radläufen, den Schwellern, den Türunterkanten, der Heckklappe und um die Scheinwerfer.
- Elektrik ist die Schwäche der Neunziger: Fensterheber, Türkabelbäume, Zentralverriegelung, alles kleine Dinge, alle nervig.
- VR6 braucht Steuerketten und Pflege; der TDI läuft, wenn Zahnriemen und Einspritzpumpe belegt sind.
Der Golf III ist der Golf, der die Neunziger geprägt hat, und der Youngtimer, der gerade den Sprung zum Klassiker macht. In der Kartei sind es die VR6 und GTI, die zuerst kommen.

Foto: Kieran White from Manchester, England · CC BY 2.0
Quellen
Was Leser über den Golf III fragen
Was ist neu am Golf III gegenüber dem Golf II?
Die Karosserie ist runder und steifer, der Wagen bekam Fahrer- und Beifahrerairbag, ABS, Gurtstraffer und Seitenaufprallschutz. Dazu kamen der VR6, der TDI und neue Karosserien: Variant und Cabriolet.
Was ist der Golf VR6?
Ein Golf III mit dem 2,8-Liter-VR-Sechszylinder, 174 PS, 225 km/h, der schnellste Golf seiner Zeit und der erste Sechszylinder in der Klasse. Der schmale V-Winkel von 15 Grad machte ihn so kurz wie einen Vierzylinder.
Welche Schwächen hat der Golf III?
Rost an Radläufen, Schwellern, Türen und Heckklappe, marode Fensterheber, brüchige Kabelbäume in den Türen und beim VR6 die Steuerketten. Ein gepflegter Wagen mit Belegen ist die sichere Wahl.









