Was man über den Audi TT 8N wissen muss
- Der TT entstand ab September 1994 im Design Center von VW und Audi in Simi Valley, gezeichnet von Freeman Thomas aus Kreisen und Bögen. 1995 stand die Studie auf der IAA, im Oktober 1998 lief das erste Coupé in Győr vom Band.
- Rund 270.000 Stück bis Juni 2006, 2 Drittel Coupé und 1 Drittel Roadster, auf der Plattform des Golf IV, mit 1.8 T von 150 bis 225 PS, Front oder quattro mit Haldex.
- Nach rund 55 Unfällen bei hohem Tempo kamen 1999 und 2000 Heckspoiler, geändertes Fahrwerk und ESP, erst als Nachrüstung, dann in Serie.
- 2003 der 3.2 VR6 mit 250 PS und DSG, 2005 der quattro Sport mit 240 PS und 1.168 Stück als Abschied, der 8J übernahm 2006.
Kein Auto der Jahrtausendwende blieb seiner Studie so treu. Freeman Thomas zeichnete den TT ab September 1994 im Design Center von VW und Audi in Simi Valley, Kalifornien, aus Kreisen und Bögen, mit einer Dachlinie, die in einem Zug vom Bug bis zum Heck läuft. Die Studie stand 1995 auf der IAA, und als das Serienauto im Oktober 1998 kam, sah es aus wie die Studie. Die Karosserien entstanden in Ingolstadt und fuhren über Nacht per Bahn nach Győr zu Audi Hungaria, wo der TT bis Juni 2006 montiert wurde, rund 270.000 Mal.
Was den TT 8N ausmacht
Golf-Technik, TT-Form
Unter der Form steckt die Plattform des Golf IV mit dem 1.8 T: 1.781 Kubik, Turbolader, 180 PS mit Front oder quattro und 225 PS nur mit quattro, ab November 2000 auch 150 PS für den Einstieg. Der Allrad ist eine Haldex-Kupplung an der Hinterachse. Ab September 2005 hießen die Basismotoren 163 und 190 PS. Der Innenraum mit Aluminiumringen um jeden Schalter und dem optionalen Leder mit Baseballnaht war so sehr Teil des Entwurfs wie das Blech.
Der Spoiler von 1999
Der Sommer 1999 brachte Unfallberichte: TT, die bei über 180 Kilometern pro Stunde und Spurwechseln ausbrachen, rund 55 untersuchte Fälle, mindestens 5 mit Toten. Ab Oktober 1999 bekam jeder TT ein geändertes Fahrwerk mit anderen Dämpfern, Stabilisatoren und Querlenkern und die Abrisskante am Heck, ESP für 650 D-Mark, ab Dezember in Serie, im Frühjahr 2000 alles für alle. Aus den Berichten heraus gründete sich im März 2000 der Audi TT-Owners-Club. Der Spoiler gehört seither zum Gesicht des Autos.

Wie der TT vom Designstück zum Klassiker wurde
Roadster, VR6, DSG
Der Roadster folgte im Sommer 1999 mit elektrohydraulischem Verdeck, festen Alu-Überrollbügeln und einem elektrischen Glaswindschott als Option. Im Juli 2003 kam der 3.2 VR6 quattro mit 250 PS, wahlweise mit DSG, dem Doppelkupplungsgetriebe, das kurz zuvor im Golf R32 debütiert hatte; der TT war das zweite Auto damit. 2000 war das stärkste Jahr mit 56.776 Wagen.
Der quattro Sport als Abschied
Im März 2005 legte die quattro GmbH den TT quattro Sport auf: 240 PS aus dem 1.8 T, 75 Kilo leichter ohne Rücksitze und Klimaanlage, mit Recaro-Schalen, Batterie hinten und schwarzem Dach, 5,9 Sekunden auf 100, 41.600 Euro. 1.168 Stück, 800 davon als Rechtslenker. Im Juni 2006 lief der letzte 8N vom Band, der 8J übernahm, wieder aus Győr, und Audi Hungaria lädt die Fans bis heute zur Birthplace Tour an den Geburtsort.
Das bleibt vom Audi TT 8N
Der TT 8N ist das Designstück, das man für das Geld eines Kleinwagens bekommt: fahrbereite Wagen ab 4.300 Euro, gute 225 quattro bis 17.000, ein 3.2 mit Handschalter um 22.000, der quattro Sport um 33.000. Die Szene lebt in den Clubs und auf tt-eifel.de, die Teile kommen vom Golf IV, und das erste H-Kennzeichen gibt es 2028. Was bleibt, ist die Form, die 1995 auf der IAA stand und bis heute keine Falte hat.
Was heute beim Audi TT 8N zählt
- 1.8 T: Zündspulen, Zahnriemen alle 5 Jahre mit Wasserpumpe, kein Longlife-Öl, Ladedruckventile.
- 3.2 VR6: Steuerkette mit Motorausbau, DSG-Öl alle 60.000 Kilometer.
- Haldex alle 30.000 Kilometer Öl, alle 60.000 mit Filter; Kombiinstrument und Fensterheber als Alterserscheinungen.
Der TT 8N ist der Kreis aus Kalifornien, den Győr 270.000 Mal gebaut hat. In der Kartei steht er als das Auto, das seiner Studie treu blieb, und als Youngtimer, der die Form vor der Technik hat.

Foto: OSX · Public domain
Quellen
Was Leser über den Audi TT 8N fragen
Woher kommt das Design des Audi TT?
Aus Kalifornien. Freeman Thomas zeichnete den TT ab 1994 im Design Center von VW und Audi in Simi Valley, mit Kreisen und Bögen statt Kanten. Die Studie stand 1995 auf der IAA in Frankfurt, der Roadster als TTS in Tokio. Der Serienwagen von 1998 blieb der Studie so nah wie kaum ein anderes Auto.
Was passierte 1999 mit dem Audi TT?
Eine Serie schwerer Unfälle bei über 180 Kilometern pro Stunde und Spurwechseln, rund 55 untersuchte Fälle in Deutschland, mindestens 5 mit Toten. Audi reagierte ab Oktober 1999 mit einem geänderten Fahrwerk, dem Heckspoiler als Abrisskante und ESP, erst als Nachrüstung, ab Dezember 1999 in Serie, im Frühjahr 2000 für alle. Die Aktion war freiwillig, das Kraftfahrt-Bundesamt sah keinen Mangel. Im März 2000 gründete sich daraufhin der Audi TT-Owners-Club.
Was ist der TT quattro Sport?
Das Abschiedsmodell der quattro GmbH von 2005: der 1.8 T mit mehr Ladedruck auf 240 PS und 320 Newtonmeter, 75 Kilo leichter durch ausgebaute Rücksitze und Klimaanlage, Recaro-Schalen, Batterie hinten, schwarzes Dach, 5,9 Sekunden auf 100. 1.168 Stück, davon 800 Rechtslenker für Großbritannien und 368 Linkslenker.














