Was man über den Audi V8 wissen muss
- 1988 bis 1994 gebaut, rund 21.565 Stück, die Langversion V8 L eingerechnet.
- Der erste Achtzylinder von Audi: 3,6 Liter mit 250 PS, ab 1992 4,2 Liter mit 280 PS.
- Die erste Oberklasse-Limousine mit permanentem Allradantrieb als Serie, 244 bis 249 km/h, 0 auf 100 in 6,8 Sekunden.
- DTM-Meister 1990 und 1991 mit Hans-Joachim Stuck und Frank Biela.
1988 stellte Audi ein Auto vor, das die Marke in die Oberklasse heben sollte: ein V8, quattro serienmäßig, 250 PS, 244 km/h. Es kostete 98.700 Mark und sah aus wie ein Audi 100 mit breiterem Grill. Die Kundschaft blieb bei Mercedes und BMW, und Audi baute in 6 Jahren nur 21.565 Wagen.
Warum er der Zeit voraus war
Permanenter Allradantrieb in einer Oberklasse-Limousine hatte 1988 niemand sonst. Der V8 war der erste, mit einem Motor, den Audi aus zwei Vierzylinderköpfen des 20V entwickelt hatte, und einer Karosserie, die verzinkt war. Auf der Rennstrecke bewies er es: DTM-Meister 1990 mit Hans-Joachim Stuck, 1991 mit Frank Biela.
Die Motoren
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 3,6 | 250 PS | 1988 bis 1994, 244 km/h |
| 4,2 | 280 PS | Ab 1992, 249 km/h, 0 auf 100 in 6,8 Sekunden |
Was die Langversion war
Der V8 L mit verlängertem Radstand für den Fond, in kleiner Zahl gebaut, für Vorstände und Ministerien. Er ist heute die seltenste Form und ein Fall für Sammler, die Teile suchen können.
Wie sich ein V8 heute fährt
Wie ein Wagen, der jedem Wetter gewachsen ist: leise, schwer, mit einem Achtzylinder, der aus dem Leerlauf schiebt, und einem Allradantrieb, der die Kraft ohne Aufhebens auf die Straße bringt. Das Auto ist groß, die Ausstattung war komplett, und die Sitze sind für lange Strecken gebaut.
Das bleibt vom Audi V8
Er hat den Weg für den A8 gebahnt und Audi zwei DTM-Titel gebracht. Kommerziell war er ein Misserfolg, technisch der Anfang der Oberklasse aus Ingolstadt. Wer einen guten findet, hat ein seltenes Auto mit Geschichte, und eine Werkstattrechnung, die dazugehört.
Was heute beim Audi V8 zählt
- Bremse: UFO oder HP2, Zustand und Kosten.
- Teile: selten und teuer, Historie und Werkstatt entscheiden.
- quattro: Verteilergetriebe, Antriebswellen, Differenziale.
- Elektrik und Hydraulik: Servotronic, Steuergeräte, Kabelbrüche.
Der Audi V8 ist das Auto, das seiner Zeit voraus war und dafür bezahlte. In der Kartei steht er als der erste Achtzylinder aus Ingolstadt.

Foto: Spanish Coches · CC BY 2.0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Audi V8 fragen
Warum verkaufte er sich schlecht?
Weil er aussah wie ein Audi 100 und 98.700 Mark kostete. Die Technik war der S-Klasse voraus, das Prestige nicht. Genau das macht ihn heute interessant: ein Auto, das seiner Zeit voraus war und dessen Preis das lange nicht abbildete.
Was ist mit der UFO-Bremse?
Die innenumgriffenen Scheiben bremsen gut und kosten viel. Nach 250.000 Kilometern sind die Führungen der Sättel verschlissen, neue Sättel liegen bei rund 1.100 Euro, und die Beläge lassen die teuren Scheiben schnell altern. Viele Wagen sind auf HP2 umgerüstet, beim Kauf prüfst du, welche Anlage drin ist und wie sie steht.
3,6 oder 4,2?
Der 3,6 mit 250 PS ist der häufigere und der, mit dem der V8 anfing. Der 4,2 ab 1992 mit 280 PS ist der stärkere und seltenere, mit 6,8 Sekunden auf 100. Beide sind Fachwerkstattarbeit, und Teile werden knapp.
Was kostet der Unterhalt?
Viel. Reparaturen sind teuer, Ersatzteile selten, und der Wagen wiegt mit quattro und V8 fast zwei Tonnen. Wer ihn kauft, kauft ihn mit Historie und mit einer Werkstatt, die ihn kennt.












