Was man über den Kadett D wissen muss
- August 1979 bis Juli 1984: der erste Opel mit Frontantrieb und zugleich der erste Frontantriebswagen des GM-Konzerns.
- 40 bis 115 PS aus 1,0 bis 1,8 Litern, mit den neuen OHC-Motoren und dem Aluminiumkopf des 1,3-Liters.
- Der GTE von 1983 stellte mit 1,8 Litern und 115 PS den Golf GTI, rund 36.300 Stück entstanden.
- Die Nockenwellen der ersten 1,3-Liter waren schlecht gehärtet, Opel besserte nach und zeigte sich kulant.
Bis 1979 hatte jeder Kadett den Motor vorn und den Antrieb hinten. Der D drehte das um: quer eingebauter Motor, Frontantrieb, Schrägheck. Es war der erste Opel mit dieser Anlage und zugleich der erste Frontantriebswagen des ganzen GM-Konzerns. Der Wagen, der den Golf angreifen sollte, sah ihm nun auch technisch ins Gesicht.
Warum der D die Technik wechselte
Weil der Golf gezeigt hatte, wie ein Kompaktwagen gebaut wird: kurz, leicht, mit viel Raum auf wenig Länge. Opel entwickelte dafür neue OHC-Motoren, darunter den 1,3-Liter mit Aluminiumzylinderkopf, und eine Karosserie, die zwischen 815 und 1.060 Kilogramm wog.
Die Reihe im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1,0 | 40 PS | Der alte Motor als Einstieg, 140 km/h |
| 1,2 | 53 bis 60 PS | Die verbreitete Basis |
| 1,3 N / S | 60 bis 75 PS | Der neue OHC mit Aluminiumkopf |
| 1,6 S | 90 PS | Der kräftige Alltagsmotor |
| 1,8 GTE | 115 PS | Ab 1983, 185 km/h, rund 36.300 Stück |
Was den GTE ausmacht
1,8 Liter mit Einspritzung, 115 PS, Sportfahrwerk und die Optik, die zum Golf GTI aufschloss. Er kam spät, 1983, und lief nur ein gutes Jahr, bevor der Kadett E übernahm. Genau das macht ihn heute rar.
Wie sich ein Kadett D heute fährt
Leicht, handlich und mit dem kurzen Vorderwagen übersichtlich. Der Frontantrieb macht ihn gutmütig, die OHC-Motoren drehen willig, und die Karosserie klappert weniger, als man einem Auto der Achtziger zutraut.
Das bleibt vom Opel Kadett D
Er hat Opel in die Gegenwart geholt und der ganzen Reihe die Richtung gegeben, die bis zum Astra gilt. Erhalten sind wenige, weil Rost und Alltag die meisten holten, und ein originaler GTE ist heute ein Sammlerstück.
Was heute beim Kadett D zählt
- Substanz: Schweller, Kotflügel, Heckabschluss, Wasserrinnen, Radläufe, Endspitzen, Federaufnahmen, Dome.
- Nockenwelle beim 1,3-Liter: Verschleiß prüfen, auch wenn der Fall meist lange zurückliegt.
- Originalität beim GTE: Nachbauten aus einem 1,6 S gibt es, die Fahrgestellnummer entscheidet.
- Auspuff und Scheibengummis: fast immer fällig, aber gut versorgt.
Der Kadett D ist der Opel, der die Technik wechselte und den Golf ernst nahm. In der Kartei steht er als der Anfang des Frontantriebs in Rüsselsheim.

Foto: Novoklimov · CC0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Kadett D fragen
Was ist mit den Nockenwellen?
Die 1,3-Liter der ersten Baujahre hatten Nockenwellen, deren Härtung nicht reichte. Sie verschlissen früh, Opel überarbeitete sie und tauschte auf Kulanz. Ein Wagen, der heute noch fährt, hat das längst hinter sich, aber ein Blick auf Nockenwelle und Kipphebel gehört zur Besichtigung.
Wo rostet der Kadett D?
An Schwellern, Kotflügeln, dem Heckabschlussblech, den Wasserrinnen, Radläufen, Endspitzen, Federaufnahmen, A-Säulen und Domen. Der D war noch nicht verzinkt, und die Auspuffanlagen sind meist ebenso durch wie die Scheibengummis.
Warum ist der GTE so teuer geworden?
Weil kaum einer original übrig ist. Rost und die Tuningjahre der Achtziger und Neunziger haben die meisten geholt. Gute GTE in Zustand 1 bis 2 werden selten angeboten und weit über den Listen der Youngtimer-Bewertungen gehandelt.
Reicht ein 1,3 im Alltag?
Ja. 60 bis 75 PS in einem Auto von 850 Kilogramm reichen für Landstraße und Autobahn, und die OHC-Motoren gelten bei Pflege als unauffällig. Der Kadett stammt aus der Zeit, in der Opel-Technik als besonders zuverlässig galt.














