Was man über den W460 wissen muss
- 1979 bis 1991, rund 89.211 Stück, gebaut von Steyr-Daimler-Puch in Graz.
- Entwickelt als Militärfahrzeug gemeinsam mit Steyr-Daimler-Puch, mit Leiterrahmen und starren Achsen.
- 72 bis 156 PS: 240 GD mit Vierzylinder-Diesel, 300 GD mit Fünfzylinder, 230 G mit Benziner und 280 GE mit Sechszylinder.
- Jacky Ickx gewann 1983 Paris–Dakar auf einem 280 GE mit Turbolader.
Der G kam nicht aus Stuttgart, sondern aus Graz, und er kam nicht für Kunden, sondern für Armeen. Mercedes und Steyr-Daimler-Puch entwickelten ihn Anfang der Siebziger als Militärfahrzeug, und 1979 stand er als Zivilversion beim Händler: Leiterrahmen, zwei starre Achsen, Sperren, und drei Karosserien, die alle aussahen wie ein Werkzeug.
Warum der W460 ein Gerät war
Blattfedern, Klapptritte, ein Innenraum aus Blech und Kunststoff, Fenster, die man kurbelte. Der W460 war das G-Modell ohne Zugeständnis, und genau das macht ihn heute zum gesuchten unter den frühen G. Erst der W463 von 1990 brachte Schraubenfedern, Holz und Leder.
Die Motoren im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 240 GD | 72 PS | Vierzylinder-Diesel, langsam und unverwüstlich |
| 300 GD | 88 PS | Fünfzylinder-Diesel, der Klassiker |
| 230 G | 90 bis 102 PS | Vierzylinder-Benziner mit Vergaser |
| 280 GE | 150 bis 156 PS | Sechszylinder, der schnelle G |
Paris–Dakar 1983
Jacky Ickx und Claude Brasseur gewannen die Rallye auf einem 280 GE mit Turbolader. Es war der Beweis, dass das Gerät auch schnell konnte, und der Anfang eines Rufs, der bis heute trägt.
Wie sich ein W460 heute fährt
Laut, langsam, aufrecht und mit einer Übersicht, die kein modernes Auto hat. Auf der Landstraße ist er ein Lastwagen, im Gelände ein Werkzeug, und beides mit einer Ruhe, die nur ein Auto hat, das für die Ewigkeit gebaut wurde.
Das bleibt vom Mercedes-Benz W460
Er ist der Anfang einer Baureihe, die seit 1979 ohne Unterbrechung läuft, und er ist die Form, an der sich jeder spätere G misst. Gute Wagen sind teuer geworden, weil der Rost die meisten geholt hat und die Szene den Rest sucht.
Was heute beim W460 zählt
- Rost an Rückleuchten, Seitenwand, Schwellern, Rückwandtür, Türen, Scheibenrahmen, Kotflügeln, Schiebedach und Stoßdämpferaufnahmen.
- Rahmen: Er hält länger als das Blech, aber er wird geprüft.
- Achsen und Sperren: Funktion und Dichtheit.
- Historie: Ein G mit Belegen aus 40 Jahren ist den Aufpreis wert.
Der W460 ist das G-Modell, wie es gemeint war. In der Kartei steht er als das Werkzeug, aus dem eine Ikone wurde.

Foto: Vauxford · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten G-Modell fragen
Wo rostet der W460?
Rund um die Rückleuchten, an der hinteren Seitenwand, den Schwellern, der Rückwandtür unten, den Türunterkanten, den Scheibenrahmen, den Kotflügeln, im Bereich des Schiebedachs und an den Befestigungen der hinteren Stoßdämpfer. Rost ist das größte Thema der Baureihe, der Rahmen hält meist länger als das Blech.
Welcher Motor?
Der 300 GD mit dem Fünfzylinder-Diesel und 88 PS ist der Klassiker, der ewig läuft und nichts eilig hat. Der 280 GE mit 150 bis 156 PS ist der schnelle Benziner mit dem Ruf aus der Wüste. Der 240 GD mit 72 PS ist ehrlich und langsam, der 230 G die Vergaserbasis.
Kurz, lang oder Cabrio?
Der kurze Dreitürer ist der wendige, das Cabriolet der seltene, der lange Fünftürer der praktische. Alle stehen auf demselben Rahmen, und alle sind im Gelände so gut wie fast nichts, was man zulassen kann.
W460 oder W463?
Der W460 ist das Gerät: Blattfedern, Klapptritte, spartanischer Innenraum. Der W463 ab 1990 ist die G-Klasse mit Schraubenfedern, Holz und Leder. Wer das Werkzeug will, nimmt den 460, wer den Wagen, den 463.














