Was man über den BMW 700 wissen muss
- 1959 bis 1965, 181.411 Stück, als Limousine, Coupé und Cabriolet von Baur.
- Der Motor kam vom Motorrad: ein luftgekühlter Zweizylinder-Boxer mit 697 cm³ und 30 bis 40 PS im Heck.
- Die erste selbsttragende Stahlkarosserie von BMW, gezeichnet von Giovanni Michelotti, 640 bis 690 Kilogramm leicht.
- 1959 stand BMW vor dem Verkauf an Daimler-Benz, der 700 verkaufte sich und gab dem Haus die Zeit bis zur Neuen Klasse.
Im Dezember 1959 stand BMW vor dem Ende. Die Hauptversammlung sollte den Verkauf an Daimler-Benz beschließen, die Aktionäre stimmten dagegen, und das Auto, das die Zeit bis zur Rettung überbrückte, war der 700: ein Kleinwagen mit Motorradmotor im Heck, gezeichnet von Giovanni Michelotti, und der erste BMW mit selbsttragender Karosserie.
Warum der 700 funktionierte
Weil er mehr Auto war als die Isetta und weniger kostete als alles, was BMW sonst baute. Der Boxer aus der Motorradfertigung war bekannt und robust, die Karosserie leicht, die Form modern. 181.411 Käufer in 6 Jahren gaben BMW das Geld und die Zeit für die Neue Klasse von 1961.
Die Reihe im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 700 | 30 PS | Limousine, der Anfang, 120 km/h |
| 700 Sport / CS | 40 PS | Coupé mit stärkerem Boxer, 135 km/h |
| 700 LS | 30 bis 32 PS | Ab 1962 mit längerem Radstand |
| 700 Cabriolet | 40 PS | Von Baur in Stuttgart, kleine Stückzahl |
Was Michelotti brachte
Eine Linie, die nach Italien aussah: flache Front, klare Kanten, ein Coupé mit schmalem Dach. Der 700 war der erste BMW, der wie ein Auto der Sechziger aussah, und er kam 1959.
Wie sich ein 700 heute fährt
Leicht, laut und mit dem Klang eines Motorrads im Rücken. Die Lenkung ist direkt, das Heck lebendig, und 30 PS reichen, weil nichts an dem Auto schwer ist. Auf der Landstraße macht er Freude, auf der Autobahn braucht er Geduld.
Das bleibt vom BMW 700
Er ist das Auto, ohne das es BMW nicht mehr gäbe. Erhalten sind viele, gemessen an der Zeit, und die Preise sind noch die eines Einstiegs. Wer einen Oldtimer mit Geschichte sucht, der in die Garage passt, findet hier einen.
Was heute beim BMW 700 zählt
- Rost an Bodenblech, Schwellern, Radläufen, Achsaufnahmen und im Motorraum hinten.
- Boxer: einfach, gut versorgt, Ventilspiel und Vergaser prüfen.
- Coupé und Cabriolet: die gesuchten Formen, Papiere prüfen.
- Originalität: Ein 700 mit Erstlack und Innenraum ist selten und den Aufpreis wert.
Der BMW 700 ist das Auto, das ein Haus rettete. In der Kartei steht er als der Anfang von allem, was danach kam.

Foto: Ermell · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Käufer vor dem ersten BMW 700 fragen
Limousine, Coupé oder Cabriolet?
Die Limousine ist der häufigste und günstigste 700, das Coupé mit dem flacheren Dach das schönere Auto, das Cabriolet von Baur mit kleiner Stückzahl das Sammlerstück. Der LS ab 1962 hat einen längeren Radstand und mehr Platz hinten.
Wie fährt sich ein Auto mit 30 PS?
Leichter, als man denkt. 640 Kilogramm, ein Boxer, der willig dreht, und ein Fahrwerk, das mit dem Heckmotor gutmütig umgeht. 120 km/h sind möglich, 100 sind angenehm. Hans Stuck wurde 1960 mit 60 Jahren auf einem 700 deutscher Bergmeister.
Was kostet ein 700 heute?
Viele Angebote für LS und LS Luxus liegen zwischen 9.000 und 20.000 Euro, das Coupé und der Sport darüber, das Cabriolet weit darüber. Der 700 ist ein Einstieg in die Oldtimer-Klasse, der noch bezahlbar ist.
Wo rostet der 700?
An Bodenblech, Schwellern, Radläufen, den Aufnahmen der Achsen und im Bereich des Motorraums hinten. Die Technik ist einfach und über die Clubs gut versorgt, das Blech ist der Kauf.














