Was man über den Escort II wissen muss
- November 1974 bis Juli 1980, rund 725.600 Wagen aus den deutschen Werken, als Limousine und Turnier.
- Hinterradantrieb mit Blattfedern, 1974 auf dem Kontinent schon ungewöhnlich, dafür einfach und im Sport gutmütig.
- 44 bis 110 PS aus 1,1 bis 2,0 Litern, der RS 2000 mit der Kunststoffschnauze zuerst mit 100, dann mit 110 PS.
- Björn Waldegård wurde 1979 Rallye-Weltmeister, Ari Vatanen 1981, beide auf dem RS 1800 mit Cosworth-Motor.
Der zweite Escort war der erste mit Kanten. Ab November 1974 kam er, mit derselben Technik wie der erste, aber einer Karosserie, die die Siebziger zeigte: glatt, sachlich, mit großen Fenstern. Hinter der Sachlichkeit steckte das Auto, das 1979 Rallye-Weltmeister wurde.
Warum die Blattfedern blieben
Ford hätte den Escort 1974 auf Schraubenfedern und Frontantrieb umstellen können, wie es der Golf vormachte. Köln entschied sich für die alte Anlage: Hinterradantrieb, Starrachse an Blattfedern. Auf dem Kontinent war das ungewöhnlich, im Sport ein Vorteil. Der Wagen war einfach zu reparieren, berechenbar am Limit und leicht.
Die Motoren im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1,1 | 44 PS | Der Einstieg |
| 1,3 | 57 PS | Die verbreitete Basis |
| 1,6 | 84 PS | Die vernünftige Mitte |
| RS 2000 | 100 bis 110 PS | Kunststoffschnauze, 176 km/h |
| RS 1800 | 245 PS | Nur in England, Cosworth-BD, das Rallyeauto |
Was den RS 2000 ausmacht
Die geneigte Schnauze aus Kunststoff, vier Scheinwerfer, ein Zweiliter mit 110 PS und ein Fahrwerk, das den Wagen auf 176 km/h brachte. Er war der Escort für die Straße, der so aussah wie der für die Rallye, und heute der, den Sammler suchen.
Wie sich ein Escort II heute fährt
Leicht, laut und ehrlich. Das Heck lebt, die Lenkung meldet alles, und der Motor dreht willig. Wer aus einem modernen Kompaktwagen steigt, staunt, wie viel Straße man spürt.
Das bleibt vom Ford Escort II
Er hat Ford zwei Weltmeistertitel gebracht und ist der letzte Escort mit Hinterradantrieb. Aus deutscher Fertigung kamen rund 725.600 Wagen, geblieben sind wenige, und ein originaler RS 2000 kostet heute das Vielfache eines gewöhnlichen.
Was heute beim Escort II zählt
- Rost an den Stehblechen unter den Kotflügeln, an Schwellern, Radläufen, Federbeindomen und im Boden.
- Fahrwerk: Buchsen an Querlenkern und Stabilisator bei sportlich gefahrenen Wagen.
- Kühlung: Thermostat- und Wasserpumpengehäuse werden undicht.
- Papiere beim RS 2000: Nachbauten gibt es, die Fahrgestellnummer entscheidet.
Der Escort II ist der Weltmeister mit Blattfedern. In der Kartei steht er als der letzte Escort, den man hinten antrieb.

Foto: Derek Lynn · Unsplash License
Quellen
Was Käufer vor dem ersten Escort II fragen
Was unterscheidet den II vom I?
Die Form. Der II ist kantig statt rund und trägt statt des Hundeknochens einen schlichten Grill. Darunter ist er derselbe Wagen mit derselben Bodengruppe, demselben Hinterradantrieb und denselben Motoren. Wer den Sport sucht, findet ihn hier günstiger als beim I.
Wo rostet der Escort II?
Dort, wo die Kotflügel auf den Stehblechen liegen, an den Schwellern, den Radläufen, den Federbeindomen und im Bodenblech. Wer sportlich fährt, verschleißt die Buchsen an Querlenkern und Stabilisator, und Thermostat- und Wasserpumpengehäuse werden im Alter undicht.
RS 2000 oder RS 1800?
Der RS 2000 mit der geneigten Kunststoffschnauze und 110 PS ist der Escort, den man kaufen und fahren kann. Der RS 1800 mit dem Cosworth-BD-Motor gab es nur in England, in kleiner Zahl, und er ist heute ein Sammlerstück mit Rennhistorie.
Reichen 1,3 Liter?
Für die Landstraße ja. 57 PS in einem Wagen von 900 Kilogramm reichen zum Mitschwimmen, auf der Autobahn wird es zäh. Der 1,6 mit 84 PS ist die vernünftige Mitte.













