Was man über den VW Typ 3 wissen muss
- Der Typ 3 kam 1961 als VW 1500: Käfer-Technik mit einem flachen Boxer, der 2 Kofferräume möglich machte, vorn und über dem Motor.
- Drei Karosserien: die Stufenheck-Limousine, der Variant als Kombi und ab 1965 der TL mit Fließheck.
- 1967 bekam der 1600 E als erstes deutsches Großserienauto eine elektronische Benzineinspritzung von Bosch.
- Bis 1973 entstanden rund 2,5 Millionen Typ 3; heute ist er seltener als der Käfer und günstiger als der Karmann Ghia.
Der Typ 3 sollte der Käfer für Leute sein, denen der Käfer zu klein geworden war. Volkswagen zeigte ihn 1961 auf der IAA als VW 1500: gleiche Grundidee, Boxer im Heck, Pendelachse, Zentralrohrrahmen, aber eine breitere Bodengruppe, ein größerer Wagen und ein Trick, der ihn besonders macht.
Was den Typ 3 ausmachte: Flachmotor und Karosserien
Warum der Flachmotor den Typ 3 möglich machte
Beim Typ 3 sitzt das Kühlgebläse nicht oben auf dem Motor, sondern auf der Kurbelwelle. Der Boxer wurde dadurch so flach, dass über ihm ein zweiter Kofferraum Platz fand, der Koffermotor, wie ihn die Werbung nannte. Ein Typ 3 hat vorn und hinten Stauraum, was kein Käfer je hatte. Der 1,5-Liter leistete 45 PS, der S mit 2 Vergasern 54 PS; 1965 kam der 1600 mit 54 PS, 1967 der 1600 E mit der elektronischen Bosch-D-Jetronic, das erste deutsche Großserienauto mit Einspritzung.
Welche Karosserien es vom Typ 3 gab
Die Stufenheck-Limousine war der Anfang, der Variant von 1962 der Kombi, den Familien und Handwerker kauften, der TL von 1965 das Fließheck für alle, denen die Limousine zu bieder war. Das Karmann Ghia Typ 34 stand auf derselben Technik und war das teuerste Auto von Volkswagen. 1969 gab es ein Facelift mit längerem Vorderwagen und größeren Stoßstangen, das den Typ 3 in die Siebziger brachte.

Wie der Typ 3 endete und wo er weiterlebte
1973 lief der letzte Typ 3 in Wolfsburg vom Band, abgelöst vom Passat. In Brasilien wurde die Variante als TL und Variant weitergebaut, und in Deutschland blieb der Wagen, was er immer war: der Käfer für die, die etwas mehr wollten, und darum heute der Volkswagen, den Kenner suchen.
Was heute beim VW Typ 3 zählt
- Rost an Bodenblechen, Schwellern, Kofferraumböden und dem Rahmenkopf; der Variant zusätzlich an Heckklappe und Ladeboden.
- Einspritzung beim 1600 E ist robust, aber alt: Steuergerät, Geber und Kabelbaum wollen Pflege, und Ersatz ist teurer als beim Vergaser.
- Teile für Karosserie und Innenraum sind seltener als beim Käfer; der Motor teilt vieles mit ihm.
Der Typ 3 ist der Käfer für Fortgeschrittene: seltener, geräumiger, mit der ersten Einspritzung der Republik. Wer einen hat, führt ein Fahrzeugbuch für ein Auto, das zu wenige kennen.

Foto: Calreyn88 · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Leser über den VW Typ 3 fragen
Was ist der Unterschied zwischen Typ 3 und Käfer?
Der Typ 3 steht auf einer verbreiterten Käfer-Bodengruppe mit einem flachen Boxer, bei dem das Gebläse auf der Kurbelwelle sitzt. Dadurch passt ein Kofferraum über den Motor, der Typ 3 hat 2. Karosserie und Ausstattung sind größer und gehobener.
Welche Varianten gibt es?
Die Stufenheck-Limousine, den Variant als Kombi und den TL mit Fließheck; alle als 1500 oder 1600, ab 1967 als 1600 E mit Einspritzung. Ein Cabriolet blieb Prototyp, das Karmann Ghia Typ 34 nutzte dieselbe Technik.
Was rostet am Typ 3?
Die Bodenbleche, die Schweller, die Kofferraumböden vorn und hinten, die Radläufe und der Rahmenkopf. Der Variant leidet zusätzlich an der Heckklappe und dem Laderaumboden.












