Was man über den Mercedes 190 wissen muss
- Der 190 kam im Dezember 1982 als erster Mercedes unterhalb der Mittelklasse: 4,42 Meter, Raumlenker-Hinterachse, 2 Milliarden Mark Entwicklung.
- Motoren vom 190 D mit 72 PS bis zum 190 E 2.5-16 Evolution II mit 235 PS; die 16-Ventiler mit Cosworth-Kopf waren die Sportler.
- Rund 1,9 Millionen Stück bis 1993; das Nachfolgemodell W 202 wurde die erste C-Klasse.
- Seit 2012 H-fähig; der Evo II ist eines der teuersten Mercedes-Modelle der Achtziger, der 190 D das Auto mit den meisten Kilometern.
Der 190 war der Mercedes, den es nicht geben sollte. Ein kleiner Stern, kompakter als alles aus Stuttgart bisher, entwickelt für 2 Milliarden Mark, mit einer Hinterachse, die jeder danach kopierte. Er kam im Dezember 1982, und war 11 Jahre lang der Mercedes, den sich Menschen kauften, die vorher einen Golf hatten.
Was den 190er ausmachte: Raumlenkerachse und Motoren
Das macht die Raumlenkerachse am 190er besonders
Das Herz des 190 war die Hinterachse mit 5 Lenkern je Rad, die Raumlenkerachse, die den Wagen so präzise fahren ließ wie keinen Mercedes zuvor. Sie kam später in den W 124, den W 202 und in alles, was Stuttgart baute. Dazu ein Cw-Wert von 0,33, eine steife Karosserie und die Verarbeitung der Großen im Kleinen.
Welche Motoren den 190er antrieben, vom 190 D bis zum Evo II
Die Motoren reichten vom 190 D mit 72 PS, dem Taxi der Stadt, über den 190 E 2.0 und 2.6 bis zum 190 E 2.3-16 mit 185 PS und Cosworth-Kopf, der 1983 in Nardò Rekorde fuhr. 1988 kam der 2.5-16 mit 195 PS, 1989 der Evolution, 1990 der Evolution II mit 235 PS, Heckflügel und 502 Stück für die DTM-Homologation, heute eines der teuersten Mercedes-Modelle seiner Zeit.

Wie der 190er endete und die C-Klasse kam
1993 kam der W 202 und nannte sich C-Klasse. Rund 1,9 Millionen 190 waren entstanden, und viele davon fahren noch: als 190 D mit 600.000 Kilometern, als 2.3-16 im Sammlerbestand, als E 2.0 im Alltag eines Studenten.
Was heute beim Mercedes 190 zählt
- Rost an Wagenheberaufnahmen, Radläufen, Kofferraumboden, Türunterkanten und unter der Frontscheibe.
- 16-Ventiler brauchen Steuerketten, Hydrostößel und einen, der sie versteht; ein Evo mit Historie ist ein Auto für Sammler.
- Diesel laufen ewig; das Fahrzeugbuch mit Einspritzpumpe und Glühkerzen ist der Beleg.
Der 190 ist der Mercedes, mit dem eine Generation den Stern entdeckt hat. In der Kartei ist er der Youngtimer mit den vielen Kilometern, und der Evo II der Traum, den kaum jemand fährt.

Foto: AlfvanBeem · CC0
Quellen
Was Leser über den Mercedes 190 fragen
Warum heißt der 190 Baby-Benz?
Weil er der erste kleine Mercedes war, 4,42 Meter, kompakter als der W 123, aber mit derselben Verarbeitung. Der Spitzname kam aus den USA und blieb.
Was ist der 190 E 2.3-16?
Der Sportler der Reihe ab 1984: 2,3 Liter, Vierventilkopf von Cosworth, 185 PS, Spoiler, Sportsitze. 1988 kam der 2.5-16 mit 195 PS, 1989 der Evolution und 1990 der Evolution II mit 235 PS und Heckflügel, 502 Stück für die DTM.
Ist der 190 alltagstauglich?
Sehr: Die Diesel laufen 500.000 Kilometer, Teile gibt es überall, und die Raumlenkerachse fährt sich noch heute modern. Rost ist das Thema, an Wagenheberaufnahmen, Radläufen und dem Kofferraumboden.













