Was man über den W210 wissen muss
- Mai 1995 bis März 2002, das T-Modell bis Dezember 2002: 1.653.437 Stück, davon 279.238 Kombis.
- Vier elliptische Scheinwerfer gaben ihm sein Gesicht und der E-Klasse einen Bruch mit allem davor.
- ESP und Traktionskontrolle serienmäßig, als erste E-Klasse, und 1998 der erste Common-Rail-Diesel von Mercedes.
- 136 bis 405 PS bei den Benzinern, Diesel mit 75 bis 268 PS, der E 55 AMG in 5,7 Sekunden auf 100.
Der W210 war der Mercedes, der 1995 die Gewohnheiten brach: vier ovale Scheinwerfer statt der breiten Leuchten, weiche Formen statt Kanten, ESP für alle. Er verkaufte sich 1.653.437 Mal und wurde trotzdem zum Wagen, über dessen Rost die Szene bis heute spricht.
Warum das Vieraugengesicht kam
Weil Mercedes nach dem W124 etwas anderes wollte und Bruno Sacco die E-Klasse neu zeichnen ließ. Die vier Ellipsen waren ein Bruch, der zuerst irritierte und dann zum Zeichen wurde. Dahinter stand Technik, die es in der Klasse noch nicht gab: ESP serienmäßig, Traktionskontrolle, und 1998 der erste Common-Rail-Diesel der Marke.
Die Motoren im Überblick
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| E 200 / 200 Kompressor | 136 bis 163 PS | Der Einstieg |
| E 240 / 280 / 320 | 170 bis 224 PS | Sechszylinder, die leisen Reisewagen |
| E 430 | 279 PS | V8, ab 1997 |
| E 55 AMG | 354 PS | 0 auf 100 in 5,7 Sekunden |
| E 220 / 290 / 300 Diesel | 75 bis 177 PS | Vom Saugdiesel bis zum Turbo |
| E 320 CDI | 197 PS | 470 Nm, der Diesel, der die Klasse änderte |
Der Rost, und was ihn verursachte
Ein Wasserlack, in dessen Fertigung 1993 ein Bakterium geriet, und Werkzeuge, die die Bleche scharf und ausgefranst beschnitten. Zusammen ergab das eine Karosserie, die an jeder Kante rosten konnte, unter den Dichtungen zuerst. Es ist der Grund, warum ein W210 heute nach Blech beurteilt wird und nicht nach Kilometern.
Wie sich ein W210 heute fährt
Wie eine große Limousine der Neunziger: leise, weich, mit Sitzen für lange Strecken und einem Sechszylinder oder CDI, der die Autobahn zum Ort der Ruhe macht.
Das bleibt vom Mercedes-Benz W210
Er hat ESP und Common Rail in die Klasse gebracht und den Ruf der E-Klasse gleichzeitig beschädigt und getragen. Gute Wagen sind selten geworden, und genau deshalb ist ein W210 ohne Rost ein Youngtimer, der sich lohnt.
Was heute beim W210 zählt
- Rost unter den Türdichtungen, an Türunterkanten, Kofferraumdeckel, Federbeindomen, Radläufen und Fahrwerk. Zuerst, zuletzt, immer.
- Fahrwerk: Querlenker und Traggelenke, die vorn verschleißen.
- Elektronik: Steuergeräte und Kabelbrüche bei Wagen mit langer Standzeit.
- CDI: Injektoren und Kettenspanner gehören zur Historie.
Der W210 ist die E-Klasse, die alles neu machte und am Blech scheiterte. In der Kartei steht er als der Mercedes, den man nach dem Rost beurteilt.

Foto: Rudolf Stricker · Namensnennung
Quellen
Was Käufer vor dem ersten W210 fragen
Warum rostet der W210 so?
Weil ein Wasserlack in der Fertigung und scharf beschnittene, ausgefranste Blechkanten zusammenkamen. Es rostet unter den Türdichtungen, an den Türunterkanten, am Kofferraumdeckel, an den Federbeindomen, den Radläufen und am Fahrwerk. Ein W210 ohne Rost ist ein W210, den jemand gemacht hat.
Gibt es gute Baujahre?
Die späten nach dem Facelift von 1999 gelten als besser geschützt, sind aber nicht frei davon. Wichtiger als das Jahr ist der Zustand: Türdichtungen anheben, Kofferraumdeckel innen ansehen, unter den Wagen schauen.
Welcher Motor?
Der E 320 CDI ab 1999 mit 197 PS und 470 Nm ist der Diesel, der die Reihe berühmt machte. Der E 280 und E 320 mit V6 sind die leisen Benziner, der E 55 AMG mit 354 PS das Sammlerstück. Der E 200 Kompressor ist der sparsame Einstieg.
Ist der W210 ein Klassiker?
Die frühen Wagen sind über 30 Jahre alt und H-fähig. Gute Exemplare sind selten, weil der Rost die meisten geholt hat, und das macht einen sauberen W210 heute interessanter, als sein Ruf vermuten lässt.















