Was man über den BMW E38 wissen muss
- Juni 1994 bis 27. Juli 2001, 327.598 Stück, die dritte Generation des 7er.
- Im September 1994 kam das Navigationssystem ab Werk, als erstes europäisches Serienfahrzeug überhaupt.
- 193 bis 326 PS bei den Benzinern, 143 bis 245 PS bei den Dieseln. Der 740d war bei seinem Start der stärkste Diesel am Markt, mit 560 Nm.
- Vom 740i entstanden rund 130.000 Wagen, von der Langversion L7 dagegen nur 899.
Der E38 ist die Generation, auf die sich alle einigen können. Er kam im Juni 1994, blieb 7 Jahre und verließ das Werk in Dingolfing am 27. Juli 2001 zum 327.598. Mal. Wer heute einen 7er sucht, der groß ist, ohne wuchtig zu wirken, landet bei ihm.
Warum er der erste Wagen mit Navi war
Im September 1994 stellte BMW das Navigationssystem ab Werk vor, als erstes europäisches Serienfahrzeug. Der Bildschirm saß mittig im Armaturenbrett, die Daten kamen von CD, und die Bedienung lief über Tasten. Was heute selbstverständlich ist, war hier eine Ansage.
Der E38 sammelte solche Punkte: Seitenairbags serienmäßig ab September 1996, Kopfairbags zwischen 1997 und 1999, Xenon, Sitzheizung hinten, Doppelverglasung.
Die Motoren und was sie können
| Version | Leistung | Anmerkung |
|---|---|---|
| 728i | 193 PS | Sechszylinder, der sparsame Einstieg |
| 735i | 235 PS | V8, die ausgewogene Wahl |
| 740i | 286 PS | V8, 0 auf 100 in 6,9 Sekunden, rund 130.000 Stück |
| 750i | 326 PS | 12 Zylinder, 5,4 Liter, auch im L7 |
| 725 tds | 143 PS | Der erste Diesel im 7er |
| 730d | 184 PS | Später 193 PS, der Langstreckenwagen |
| 740d | 245 PS | V8-Diesel mit 560 Nm, bei seinem Start der stärkste |
Was den L7 besonders macht
25 Zentimeter mehr Radstand, Trennscheibe, Zwölfzylinder: Der L7 war die Staatskarosse aus München, und es entstanden genau 899 Stück. Wer einen findet, findet ein Auto, das mehr Auffahrt kennt als Landstraße.
Wie sich ein E38 heute fährt
Ruhig, leicht, überraschend handlich für seine Größe. Die Lenkung ist leichtgängig, die Sicht gut, und der Sechszylinder im 728i reicht für jeden Alltag. Wer den V8 nimmt, bekommt die Ruhe, für die die Klasse gebaut wurde, und den Verbrauch dazu.
Das bleibt vom BMW E38
Er ist der 7er, der gealtert ist, ohne alt auszusehen. Im Kino fuhr er für James Bond und für den Transporteur, in der Wirklichkeit fährt er heute als Youngtimer, dessen gute Exemplare knapp werden.
Was heute beim E38 zählt
- Elektronik: Pixelfehler in den Displays, Stellmotoren, Spiegelverstellung. Vor dem Kauf alles durchschalten.
- Rost an Radläufen, Türunterkanten und Schwellern.
- Historie: Ein E38 mit Scheckheft und bekannten Vorbesitzern ist den Aufpreis wert.
- Ausstattung: Navi, Doppelverglasung und Kopfairbags sind Merkmale, die den Preis mitbestimmen.
Der E38 ist der 7er, den man wegen der Form kauft und wegen der Ruhe behält. In der Kartei steht er als der Wagen, der die Klasse elegant gemacht hat.

Foto: M 93 · Public domain
Quellen
Was Käufer vor dem ersten E38 fragen
Welcher Motor ist der richtige?
Der 728i mit 193 PS ist der sparsame Sechszylinder mit der besten Teileversorgung. Der 740i mit 286 PS aus dem V8 ist der Wagen, den die meisten suchen, und er beschleunigt in 6,9 Sekunden auf 100 km/h. Der 750i mit 5,4 Litern und 326 PS ist der Zwölfzylinder für Liebhaber, der 730d der Diesel für lange Strecken.
Was kostet ein guter E38?
AutoBild nannte 2021 für den 728i 6.600 Euro in Zustand 2 und 3.200 Euro in Zustand 3, für den 735i 8.500 und 4.300 Euro, für den 740i 10.000 und 6.800 Euro. Gute Wagen sind seitdem seltener geworden, die Richtung stimmt weiter.
Was geht am E38 kaputt?
Die Elektronik kostet Geld: ausgefallene Pixel in den Displays, defekte Spiegelverstellungen, müde Stellmotoren. Dazu die üblichen Roststellen an Radläufen und Türunterkanten. Die Motoren selbst gelten als haltbar, solange Öl und Kühlung gepflegt wurden.
Warum gilt gerade der E38 als schön?
Weil er die Proportionen einer großen Limousine mit schmalen Säulen und flacher Gürtellinie verbindet, bevor die Wagen hoch und schwer wurden. Für viele ist er die eleganteste Baureihe des 7er, und im Film hat er seinen Platz ohnehin.













