Was man über den BMW Z3 wissen muss
- Der Z3 war der Roadster, mit dem BMW 1995 nach Amerika ging: gebaut in Spartanburg, South Carolina, auf der Plattform des E36 Compact mit der Schräglenker-Hinterachse des E30, in Deutschland ab Januar 1996 beim Händler.
- 297.088 Stück bis Juni 2002, 279.273 Roadster und 17.815 Coupés, mit Vierzylindern von 115 bis 140 PS, Sechszylindern von 150 bis 231 PS und dem M mit 321 oder 325 PS.
- Das Facelift vom April 1999 brachte das breite Heck für alle, L-förmige Rückleuchten, Doppel-VANOS, DSC und ein dreilagiges Verdeck; es ist die Wasserscheide der Baureihe.
- Das Coupé mit dem Dach eines Kombis, in der Szene Clownshoe genannt, gab es nur mit Sechszylinder; das M Coupé mit S54 entstand 1.112 Mal weltweit.
Lange Haube, kurzes Heck, ein Verdeck, das man mit einer Hand öffnet. Der Z3 war der Roadster, mit dem BMW 1995 nach Amerika ging: das erste Auto aus dem neuen Werk in Spartanburg, South Carolina, gebaut auf der Plattform des E36 Compact mit der Schräglenker-Hinterachse des E30, für den größten Roadstermarkt der Welt. Im Kino fuhr ihn James Bond, noch bevor er beim Händler stand; in Deutschland kam er im Januar 1996 als 1.8 mit 115 PS für 43.700 D-Mark. Bis Juni 2002 entstanden 297.088 Wagen.
Was den Z3 ausmacht
Vom 1.8 bis zum M
Zum Start gab es den 1.9 mit 16 Ventilen und 140 PS und den 1.8 mit 115 PS, beide Vierzylinder mit Steuerkette. 1997 kam der 2.8 mit 192 PS, dem ersten Sechszylinder und dem breiten Heck mit ausgestellten Kotflügeln, und im April der M Roadster mit dem S50 aus dem M3 E36, 321 PS und 7.400 Touren. Nach dem Facelift folgten die M54-Motoren 2.2i mit 170 und 3.0i mit 231 PS, und ab April 2001 trug der M den S54 des M3 E46 mit 325 PS. Fünfgang war die Regel, eine Automatik gab es für den 1.9 und die Sechszylinder, beim M nie.
Das Facelift als Wasserscheide
Vor dem April 1999 stand ein 1.8 oder 1.9 auf der schmalen Spur, und das Verdeck war einlagig. Das Facelift brachte allen Modellen die hochgezogenen hinteren Kotflügel, 64 Millimeter mehr Spurweite hinten, L-förmige Rückleuchten, eine geschwungene Heckklappe und Chromringe in den Scheinwerfern, innen ein Dreispeichenlenkrad und eine neue Mittelkonsole. DSC löste ASC ab, die Sechszylinder bekamen Doppel-VANOS, das Verdeck 3 Lagen und einen Innenhimmel.

Wie der Z3 zum Youngtimer wurde
Das Coupé, das keiner bestellt hatte
Im Juli 1998 kam das Coupé, ein Roadster mit festem Dach, das wie ein kleiner Kombi ausläuft, entworfen von Ingenieuren, die einen steiferen Z3 wollten. Nur mit Sechszylinder, 17.815 Stück gegen 279.273 Roadster, in der Szene Clownshoe genannt. Das M Coupé mit dem S50 entstand 6.291 Mal, das mit dem S54 ab 2001 nur 1.112 Mal weltweit. Was damals kaum jemand bestellte, ist heute das Z3-Modell mit den höchsten Preisen.
Sport Edition, Individual, Abschied
Nach dem Facelift gab es die Sport Edition für 1.9i, 2.2i und 3.0i mit 17-Zoll-Rädern, 15 Millimetern Tieferlegung, Frontschürze mit Wabengitter und M-Lenkrad, für 2.800 bis 3.000 Euro Aufpreis. Individual-Modelle mit besonderen Lacken und Ledern legte BMW zeitlich begrenzt auf. Im Juni 2002 lief der letzte Z3 vom Band, der Z4 übernahm.
Das bleibt vom BMW Z3
Der Z3 ist der Youngtimer, der 200.000 Kilometer hält, wenn man die Differentialaufnahme und das Kühlsystem kennt. Vierzylinder gibt es ab 11.000 Euro, gute 3.0i bis 25.000, M Roadster zwischen 20.000 und 40.000, M Coupés um 45.000. Der Wagen nach dem Facelift kostet 2.000 bis 4.000 Euro mehr als einer davor, und ist sie wert.
Was heute beim BMW Z3 zählt
- Differentialaufnahme: Beim 2.8 und beim M reißt der Kofferraumboden an der Aufhängung des Differentials, vor dem Facelift am häufigsten.
- Kühlsystem der Sechszylinder mit sprödem Ausgleichsbehälter, VANOS-Dichtungen, Pleuellager beim M.
- Verdeck mit Kunststoffscheibe; das Werkshardtop macht den Z3 zum Winterauto.
Der Z3 ist der Roadster, den man mit dem Verdeck in der Hand kauft und mit der Lampe unter dem Kofferraumboden. In der Kartei steht er als der erste BMW aus Amerika, und als das Coupé, das keiner wollte und heute alle suchen.

Foto: Elise240SX · CC BY-SA 4.0
Quellen
Was Leser über den BMW Z3 fragen
Warum wurde der Z3 in Amerika gebaut?
Weil BMW 1994 in Spartanburg, South Carolina, sein erstes Werk außerhalb Deutschlands eröffnete und dem Roadster den größten Markt zuweisen wollte. Der Z3 war das erste Auto, das dort in Serie entstand, ab September 1995 mit dem 1.9 und 140 PS. Alle 297.088 Z3 kommen aus Spartanburg, auch die für Europa.
Was ist am Facelift von 1999 anders?
Vor dem April 1999 trugen nur die Sechszylinder das breite Heck mit den ausgestellten Kotflügeln. Danach bekamen alle Modelle die hochgezogenen Kotflügel, 64 Millimeter mehr Spurweite hinten, L-förmige Rückleuchten, Chromringe in den Scheinwerfern, ein Dreispeichenlenkrad, DSC statt ASC, Doppel-VANOS bei den Sechszylindern und ein dreilagiges Verdeck mit Innenhimmel. Die Verarbeitung gilt seither als deutlich besser.
Was ist das Z3 Coupé?
Ein Roadster mit festem Dach, das wie ein kleiner Kombi ausläuft, ab Juli 1998 nur mit Sechszylinder als 2.8, 3.0i und M. 17.815 Stück gegen 279.273 Roadster, steifer, mit großem Kofferraum unter der Klappe und einer Form, die man liebt oder lässt. Das M Coupé mit dem S54 aus dem M3 E46 und 325 PS entstand ab April 2001 nur 1.112 Mal.















